Falscher Mehltau an Rosen

Falscher Mehltau an Rosen: Diagnostik und Bekämpfung

Falscher Mehltau an Rosen: Schadbild

Falscher Mehltau stellt eine weit verbreitete Krankheit bei Rosen dar, die durch den Pilz Peronospora sparsa verursacht wird. Sie zählt zu den destruktivsten Rosenkrankheiten und manifestiert sich typischerweise durch gelbe bis braune Flecken auf den Blättern, die sich später zu einem grauen bis violetten Schimmel entwickeln können. Ein starker Befall kann zum Abfallen der Blätter führen, was eine Schwächung oder gar den Tod der Pflanze zur Folge haben kann.  

Wie entsteht Falscher Mehltau?

Der Pilz, der den Falschen Mehltau verursacht, zeigt eine hohe Wachstumsrate bei feuchten Witterungsverhältnissen und Temperaturen zwischen 10 und 25 Grad Celsius. Für die Rosenpflege im Sommer ist es vor allem bei einem kühlen und feuchten Sommer, die Rosen besonders im Auge zu behalten, um einen Befall frühzeitig zu erkennen und entsprechende Maßnahmen zu ergreifen. 

Die Verbreitung des Falschen Mehltaus erfolgt durch Sporen, welche über Wind und Regen auf die Pflanzen gelangen. Die reproduktiven Strukturen der Sporen entwickeln sich zunächst auf der Blattunterseite. Dicht bepflanzte und schlecht belüftete Rosengärten sind besonders gefährdet.  

Stadien des Falschen Mehltaus: Beschreibung und Bilder

Die Kenntnis darüber, ob der Befall durch Falschen Mehltau bereits in einem frühen Stadium erkennbar ist oder sich bereits manifestiert hat, kann bei der Wahl der Bekämpfungsstrategie eine wichtige Rolle spielen. Zunächst beschreiben wir, worauf man bei der Diagnose achten soll und welche Anzeichen von Bedeutung sind. 

Anfangsphase des Falschen Mehltaus

Die frühesten Anzeichen des Falschen Mehltaus lassen sich an der oberen Hälfte der Pflanze erkennen. In der Regel manifestieren sich gelbe oder braune Flecken und Läsionen zuerst an der oberen Blatthälfte und breiten sich anschließend entlang der Blattadern aus.  

Ein leichter Befall durch den Falschen Mehltau ist durch kleine, schwarze und gelbe Punkte erkennbar.

Tipp: Es sei darauf hingewiesen, dass sich die beiden Pilzkrankheiten Falscher  Mehltau und Sternrußtau anhand der Lokalisation der Flecken unterscheiden lassen. Während die Flecken beim Falschen Mehltau vornehmlich an der oberen Hälfte der Pflanze auftreten, sind sie beim Sternrußtau vorwiegend an der unteren Hälfte zu beobachten. Sowohl der Sternrußtau als auch der Falsche Mehltau stellen ernsthafte Rosenkrankheiten dar. Der Sternrußtau breitet sich jedoch von unten nach oben aus, während der Falsche Mehltau in erster Linie an der Oberfläche zu finden ist.  

Fortgeschrittener Befall durch Falschen Mehltau

Im Verlauf der Zeit kommt es zu einer Vermehrung der Flecken des Falschen Mehltaus, welche eine schwarzbraune bis violette oder rote Färbung annehmen. Die infizierten Blätter zeigen eine zunehmende Gelbfärbung, was mit einem Verlust an Blättern einhergehen kann.  

Die Entwicklung des Falschen Mehltaus erfolgt in der Regel relativ rasch. In Abhängigkeit von den herrschenden Wetter- und Klimabedingungen manifestieren sich die Symptome innerhalb eines Zeitraums von wenigen Tagen bis zu mehreren Wochen. Des Weiteren kann sich der Falsche Mehltau auf den Stängeln, Kelchblättern sowie Blütenstielen ausbreiten. 

Bei einem fortgeschrittenen Befall sieht man die größeren schwarzen Punkte des Falschen Mehltaus, bis schließlich das Blatt vergilbt und abfällt.

Falschen Mehltau an Rosen bekämpfen

Die Bekämpfung des Falschen Mehltaus erfordert eine Kombination aus präventiven Maßnahmen und gezielten Behandlungen. Im Folgenden werden einige bewährte Methoden vorgestellt:   

Hausmittel gegen Falschen Mehltau

Ein wirksames Hausmittel gegen Falschen Mehltau ist eine Mischung aus Wasser und Milch, die im Verhältnis 9:1 zubereitet wird. Diese Lösung kann auf die betroffenen Blätter gesprüht werden, um das Pilzwachstum zu hemmen. Die Applikation der genannten Mischung muss allerdings auf die Blattunterseite erfolgen, um eine erfolgreiche Bekämpfung des Pilzes zu gewährleisten.  

Auch eine Behandlung mit Knoblauchsud und Brühe, die Ackerschachtelhalme enthält, hat sich als nützlich erwiesen. Für die Herstellung des Knoblauchsuds werden vier Knoblauchzehen zerhackt und mit kochendem Wasser übergossen. Nach der Abkühlung ist der Sud alle zwei bis drei Tage auf die befallenen Stellen zu sprühen. Bei der Brühe mit Ackerschachtelhalmen werden 30 Gramm getrocknete oder 300 Gramm frische Pflanzenteile in zwei Litern Wasser einen Tag lang ziehen gelassen, anschließend 30 Minuten lang gekocht und im Verhältnis 1:5 mit Wasser vermengt. 

Da der Falsche Mehltau eine besonders hartnäckige Pflanzenkrankheit darstellt, sind Hausmittel lediglich bedingt zur Bekämpfung dieses Pilzes geeignet.   

Chemische und biologische Mittel gegen Falschen Mehltau

Es gibt verschiedene chemische und biologische Mittel, die gegen Falschen Mehltau eingesetzt werden können. Chemische Fungizide wie Kupfersulfat oder spezielle Präparate aus dem Gartenfachhandel bieten schnellen Schutz. Biologische Mittel wie Präparate mit Bacillus subtilis sind umweltfreundlich und schonen die Nützlinge im Garten.

Die Anwendung eines Fungizids auf ordentlich zurückgeschnittenen Stängeln stellt eine effektive Methode zur Bekämpfung des Falschen Mehltaus dar.

Fungizid gegen Falschen Mehltau

In Fällen eines starken Befalls stellen Fungizide häufig die letzte Möglichkeit zur Bekämpfung dar. . Der Einsatz von Fungiziden sollte stets gezielt und gemäß Anleitung erfolgen, um eine Resistenzbildung zu vermeiden und den Garten zu schonen. Des Weiteren ist es empfehlenswert, einer möglichen Bodenversauerung durch Kalkgaben entgegenzuwirken, da Rosen auf eine solche Veränderung des pH-Wertes im Boden sensibel reagieren. 

Fazit zum Falschen Mehltau an Rosen

Falscher Mehltau ist eine ernsthafte Bedrohung für Rosen und erfordert schnelles Handeln sowie präventive Maßnahmen. Durch das Erkennen der Symptome, das Vermeiden dichter Pflanzungen und das Nutzen von Hausmitteln oder chemischen und biologischen Mitteln kannst du den Befall effektiv bekämpfen. Besonders in feuchten und kühlen Sommern ist Wachsamkeit gefragt, um frühzeitig Gegenmaßnahmen zu ergreifen.  

Eine regelmäßige, ausgewogene Pflege und Düngung, zum Beispiel mit SUBSTRAL Naturen Rosendünger, stärkt die Pflanzen und erhöht ihre Widerstandsfähigkeit gegen Krankheiten. Vorbeugung ist der Schlüssel, um die Gesundheit deiner Rosen langfristig zu sichern. 

Häufig gestellte Fragen

Was ist der beste Zeitpunkt für die Behandlung von Falschem Mehltau?

Der beste Zeitpunkt für die Behandlung ist, sobald die ersten Anzeichen der Krankheit sichtbar werden. Frühzeitiges Eingreifen kann die Ausbreitung des Pilzes effektiv eindämmen. 

Wie kann ich meine Rosen vor Falschem Mehltau schützen? 

Vorbeugende Maßnahmen wie eine gute Belüftung der Pflanzen durch einen konsequenten Rückschnitt, das Vermeiden von Überkopfbewässerung und das regelmäßige Entfernen von befallenem Laub können das Risiko eines Befalls reduzieren. 

Gibt es resistente Rosensorten gegen Falschen Mehltau?

Ja, es gibt verschiedene Rosensorten, die eine natürliche Resistenz gegen Falschen Mehltau haben. Beim Kauf von Rosen solltest du auf entsprechende Angaben achten. 

Kann ich befallene Rosen noch retten?

Ja, mit einer Kombination aus dem Entfernen der befallenen Blätter und dem Einsatz von Hausmitteln oder Fungiziden kannst du befallene Rosen oft noch retten. Wichtig ist, schnell zu handeln und die Behandlung konsequent durchzuführen. 

Des Weiteren ist bei der Behandlung von befallenen Rosenpflanzen darauf zu achten, dass sich in der Nähe keine Brombeer-, Himbeer- oder Boysenbeerpflanzen befinden, da diese ebenfalls von dem Pilz Peronospora sparsa gefährdet sind. 

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