Monstera (Fensterblatt)

Die Monstera deliciosa (Fensterblatt) ist mit ihrem tropischen Aussehen nicht nur bei Pflanzenliebhabern beliebt – ihre großen, dunkelgrünen und geschlitzten Blätter liegen stark im Trend und schmücken alles von Tapeten bis zu Heimtextilien.

Die aus Mittel- und Südamerika stammende Monstera deliciosa gehört zu der Familie der Aronstabgewächse. In ihrem natürlichen Habitat klettert sie bis zu 20 Meter an Bäumen empor: Daher wahrscheinlich ihr Name Monstera, aus dem Lateinischen monstrum (Monster). Die Blüte der Monstera deliciosa bringt eine köstliche Frucht hervor.

Als Zimmerpflanze wird die pflegeleichte Monstera deliciosa bis zu 3 Meter hoch. Eine Blütenbildung ist selten.


Wie pflegt man eine Monstera? 

Die Pflege der Monstera ist simpel. Halten Sie sich an diese Tipps und Ihr Fensterblatt wird Ihnen mit üppigem Wachstum danken. 


1. Standort: Wie viel Licht braucht eine Monstera?

Die Monstera bevorzugt einen hellen Standort mit indirektem Sonnenlicht. Sie kann draußen übersommern, sollte aber den Tag über keinem direkten Sonnenlicht ausgesetzt sein. Etwas Morgen- und Abendsonne hingegen schadet nicht. Ob drinnen oder draußen – Temperaturen von 20–30 °C sind ideal, bei 10 °C hört die Monstera auf zu wachsen.


2. Die richtige Erde

In nährstoff- und humusreicher Erde mit einem neutralen bis schwach saurem pH-Wert fühlt sich die Monstera deliciosa am wohlsten. 


3. Monstera gießen

  • Gießen Sie regelmäßig.
  • Passen Sie die Menge dem Bedarf der Pflanze an.
  • Vermeiden Sie Staunässe, da sich an den Wurzeln sonst Fäulnis bildet. Lassen Sie die Erde lieber etwas austrocknen, bevor Sie erneut gießen. 
  • Gießen Sie mit abgestandenem Leitungswasser oder Regenwasser. 
  • Besprühen Sie die Blätter im Winter bei trockener und warmer Zimmerluft, um die Luftfeuchtigkeit auf dem Blatt der Monstera zu erhöhen. Entstauben Sie die Blätter vorher. Mit kalkfreiem Wasser vermeiden Sie weiße Ablagerungen auf den Blättern. 

4. Monstera schneiden

Schneiden Sie Ihre Monstera gelegentlich zurück, um übermäßiges Wachstum zu vermeiden. Sie passen so nicht nur die Größe und Form Ihren Vorstellungen an, sondern zögern auch das für die Pflanze stressige Umtopfen hinaus. 

Einfach die Blätter direkt an den Stängeln abschneiden – diese machen sich anschließend schön in einer Glasvase. Kappen Sie jedoch nie die für die Monstera-Pflanze typischen Luftwurzeln, sondern leiten Sie diese in die Erde um. 


5. Monstera düngen

  • Düngen Sie Ihre Monstera von März bis Oktober alle zwei Wochen mit Grünpflanzendünger in halber Dosierung.
  • Gedeiht Ihre Monstera bei Zimmertemperaturen auch im Herbst und Winter, düngen Sie einmal monatlich weiter. 
  • Überwintert Ihre Pflanze an einem kühlen und dunklen Standort, düngen Sie erst im Frühjahr wieder. 

6. Monstera umtopfen 

Etwa alle zwei bis drei Jahre sollten Sie Ihre Monstera umtopfen – aber nur, wenn sich die Wurzeln durch die Erde drücken oder aus der Bodenöffnung herauswachsen. Setzen Sie die Pflanze im Frühjahr in einen neuen, größeren Topf. Vergessen Sie die Rankhilfe nicht, um Ihre Monstera zu stützen.

Nicht vergessen: Viele Substrate enthalten Dünger. Verzichten Sie für mehrere Wochen auf zusätzliches Düngen.


Wie vermehrt man eine Monstera?

Um Ihre Monstera zu vermehren, schneiden Sie im Frühling von einer gesunden Pflanze einen Ableger. 
Monstera Ableger können aus dem Stamm oder aus einem Blatt mit Stiel geschnitten werden: 

  • Für einen Kopfsteckling schneiden Sie einen Stiel mit mindestens einer Luftwurzel und 1–2 Blättern etwa 1 cm unter der Luftwurzel ab.
  • Für einen Stammsteckling schneiden Sie einen Teil des Stammes mit mehreren Augen (Triebknospen) und, wenn möglich, Luftwurzeln ab.
  • Stellen Sie den Steckling in einen Glasbehälter mit Regenwasser oder abgestandenem Leitungswasser an einen warmen und hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung. Neue Wurzeln bilden sich bei etwa 25 °C.
  • Wechseln Sie alle 2–3 Tage das Wasser aus.
  • Wenn die neuen Wurzeln mehrere Zentimeter lang sind, pflanzen Sie den Ableger der Monstera in einen Topf mit lockerer Erde ein.

Monstera Krankheiten rechtzeitig erkennen

Die Monstera deliciosa ist eine robuste Zimmerpflanze und wird nur selten von Krankheiten befallen – was zu ihrer Beliebtheit beiträgt. Eine gesunde Pflanze lässt sich an einem kräftigen, grünen Blattwerk erkennen. Sind die Blätter gelb, braun oder rollen sich ein, kann das verschiedene Gründe haben. 


1. Blätter rollen sich ein

Rollen sich die Blätter der Monstera ein, hat das mit fehlender Feuchtigkeitszufuhr zu tun. Hier die möglichen Ursachen:

  • Trockenstress: Die Erde ist zu trocken. Gießen Sie die Pflanze öfters.
  • Trockene Luft: Die Luftfeuchtigkeit ist für die tropische Pflanze zu niedrig. Besprühen Sie die Blätter mit Wasser.
  • Hohe Temperaturen: Vermehrter Flüssigkeitsverlust kann durch hohe Temperaturen entstehen (z. B. aufgrund eines Standortwechsels oder Temperaturumschwungs). Wechseln Sie den Standort und/oder gießen Sie die Pflanze mehr.​​​​
  • Schädlingsbefall: Wollläuse, Spinnmilben und andere Schädlinge saugen die Zellen der Blätter aus und sorgen so für Flüssigkeitsverlust. Untersuchen Sie Blätter und Stamm auf Schädlingsspuren und behandeln Sie bei Schädlingsbefall entsprechend.
  • Falscher Topf: Ist der Topf zu klein, können die Wurzeln die Pflanze nicht mehr ausreichend versorgen. Topfen Sie die Pflanze um.
  • Staunässe: Überwässerung kann zu Fäulnis an den Wurzeln führen und die Pflanze wird nicht mehr ausreichend mit Wasser versorgt. Schneiden Sie faule Wurzeln ab und wechseln Sie die Erde aus.

2. Blätter werden braun

Hat die Monstera braune Blätter, kann das diese Ursachen haben:

  • Kälteschaden: Bei Temperaturen von unter 15 °C können sich braune Flecken mit hellem Rand auf den Blättern bilden. Wechseln Sie den Standort.
  • Sonnenbrand oder Lichtmangel: Sowohl zu viel als auch zu wenig Licht kann zu braunen Blättern führen. Wechseln Sie den Standort. 
  • Staunässe: Schneiden Sie faule Wurzeln ab und wechseln Sie die Erde aus.
  • Augenfleckenkrankheit: Die Pilzinfektion zeigt sich in kleinen Flecken mit brauner Mitte und hellerem Hof. Behandeln Sie die Pflanze sofort, um eine weitere Ausbreitung zu vermeiden. Schneiden Sie infizierte Blätter ab und behandeln Sie erneutes Aufkommen mit einem entsprechenden Fungizid. 

3. Blätter werden gelb

Hat die Monstera deliciosa gelbe Blätter? Daran kann es liegen:

  • Staunässe: Wechseln Sie die Erde aus und reduzieren Sie die Wasserzufuhr. 
  • Sonnenbrand: Stellen Sie die Monstera an einen hellen Ort ohne direkte Sonneneinstrahlung.
  • Nähstoffmangel: Düngen Sie Ihre Monstera von Frühling bis Spätsommer alle zwei Wochen.
  • Hartes Leitungswasser: Nutzen Sie Regenwasser oder abgestandenes Leitungswasser zum Gießen. 
     

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