August im Garten – Dein monatlicher Gartenratgeber
Der August ist der Hochsommermonat schlechthin – warme Tage, duftende Sommerluft und üppige Ernten prägen den Gartenalltag. Beete und Beerensträucher hängen voller Früchte, Blumen stehen in voller Blüte, und viele Pflanzen zeigen jetzt ihre kräftigste Farbe.
Doch der August ist nicht nur Erntezeit, sondern auch Pflegezeit: Gießen, Düngen, Schneiden und Nachpflanzen stehen regelmäßig auf dem Plan. Die Sonne kann den Boden austrocknen, also ist sorgfältige Bewässerung jetzt entscheidend. Gleichzeitig ist dies ein großartiger Monat, um Herbstkulturen vorzubereiten oder spätsommerliche Zierpflanzen zu setzen, die bis in den Oktober Farbe bringen.
Auch der Rasen freut sich über Aufmerksamkeit – regelmäßiges Wässern und eine Sommerpflege helfen, ihn grün zu halten. Und wer im August an die kommende Saison denkt, kann mit neuen Aussaaten für Herbstgemüse oder Frühblüher schon die nächste Gartengeneration vorbereiten.
Was du im August pflanzen kannst und weitere Tipps für den Monat
Im August steht der Garten auf seinem Höhepunkt – es ist Zeit, die Fülle zu genießen und vorausschauend zu planen. Pflege, Ernte und eine kluge Nachsaat sorgen dafür, dass dein Garten bis in den Herbst hinein lebendig und produktiv bleibt.
Gemüse
Was du im August pflanzen kannst
Der August ist die perfekte Zeit, um den Gemüsegarten für den Spätsommer und Herbst vorzubereiten. Während viele Sommerpflanzen noch tragen, kannst du bereits neue Kulturen für die kommenden Monate aussäen oder pflanzen.
Direktsaat im Freien:
- Feldsalat, Spinat und Rucola – ideal für kühle Spätsommertage und frühe Herbsternte.
- Radieschen – bis Anfang September in kurzen Abständen säen.
- Rote Bete – späte Sorten wie „Bolthardy“ reifen noch vor dem Frost.
- Kohlrabi, Endivien und Mangold – eignen sich gut als Nachkultur auf abgeernteten Beeten.
- Winterzwiebeln und Chinakohl – können noch bis Mitte des Monats gepflanzt werden.
Aussaat für den Herbst:
- Späte Möhren und Petersilienwurzeln – jetzt säen für eine Ernte im Spätherbst.
- Herbstlauch – Jungpflanzen setzen, regelmäßig gießen und anhäufeln.
Tipp: Halte die Beete gleichmäßig feucht – besonders junge Pflanzen reagieren empfindlich auf Trockenheit. Ein leichter Schatten durch Vlies oder Netze schützt sie vor starker Sonne.
Gemüse pflegen im August
Im August ist der Pflegeaufwand hoch, aber mit etwas Routine bleibt der Garten in Bestform.
- Regelmäßig gießen: Am besten morgens oder abends, um Verdunstung zu reduzieren.
- Richtig Mulchen: Eine Schicht Rasenschnitt oder Stroh schützt vor Austrocknung und hält den Boden kühl.
- Düngen: Starkzehrer wie Tomaten, Zucchini und Kürbis brauchen jetzt eine letzte Nährstoffgabe.
- Tomaten ausgeizen: Entferne Seitentriebe und gieße gleichmäßig, um Blütenendfäule, ausgelöst durch temporären Kalzium-Mangel, vorzubeugen.
- Gurken regelmäßig ernten: Das regt neue Fruchtbildung an.
- Salate beschatten: Bei großer Hitze Schattiernetze verwenden, um vorzeitigem Schossen vorzubeugen.
Tipp: Nach starken Regenfällen den Boden lockern – das verhindert Krustenbildung und verbessert die Sauerstoffzufuhr.
Schädlings- und Krankheitskontrolle im Sommer
Im warmen Augustwetter fühlen sich Schädlinge besonders wohl. Mit gezielter Pflege lässt sich der Schaden geringhalten.
- Blattläuse mit Wasserstrahl abspülen oder mit stärkenden sowie bekämpfenden Substral Varianten behandeln.
- Weiße Fliege an Kohlpflanzen mit Gelbtafeln abfangen.
- Echtem Mehltau an Gurken und Kürbis vorbeugen: nur die Wurzeln gießen, Blätter trocken halten.
- Tomatenkrankheiten wie Braunfäule vermeiden, indem du Regenkontakt verhinderst und regelmäßig ausgeizt.
Tipp: Gesunde Mischkulturen (z. B. Möhren mit Zwiebeln oder Tomaten mit Basilikum) halten viele Schädlinge natürlich fern.
Was du im August ernten kannst
Im August ist Erntezeit pur – der Gemüsegarten liefert täglich frische Schätze.
- Tomaten, Paprika, Zucchini, Gurken und Bohnen – regelmäßig pflücken, um Ertrag zu verlängern.
- Kartoffeln – ernte sie, sobald das Laub abgestorben ist, und lagere sie kühl und dunkel.
- Salate, Spinat und Rucola – frisch und knackig, ideal für leichte Sommerküche.
- Zwiebeln und Knoblauch – jetzt ernten und trocknen, bevor sie gelagert werden.
- Kräuter wie Basilikum, Dill und Thymian – regelmäßig schneiden, um die Pflanze jung zu halten.
Tipp: Ernte an trockenen Tagen – das verlängert die Haltbarkeit und verringert das Risiko von Pilzinfektionen.
Obst
Was du im August pflanzen kannst
Im August ist die beste Zeit, um neue Erdbeerpflanzen für die nächste Saison zu setzen. So haben sie bis zum Winter genug Zeit, kräftig zu wurzeln. Auch einige Beerensträucher im Topf können noch gepflanzt werden, solange sie regelmäßig gewässert werden.
Geeignete Pflanzen:
- Erdbeeren – Jungpflanzen oder Ableger von gesunden Beständen pflanzen.
- Himbeeren, Brombeeren und Johannisbeeren – im Container erhältlich, wachsen bei gleichmäßiger Feuchtigkeit gut an.
- Heidelbeeren – benötigen sauren Boden; mische Rhododendronerde in das Pflanzloch.
- Feigen und Kiwis – in milden Regionen pflanzen, möglichst an geschützten, sonnigen Wänden.
Tipp: Nach dem Pflanzen gut wässern und mit Rindenmulch oder Stroh abdecken – das verhindert Austrocknung und hält den Boden locker.
Obst pflegen im August
Im August reifen viele Früchte gleichzeitig. Das bedeutet: regelmäßige Pflege, Kontrolle und Düngung.
- Ernten: Pflücke Obst, sobald es reif ist – überreife Früchte ziehen Wespen an.
- Wässern: Besonders bei Apfel- und Birnbäumen wichtig, da sie jetzt ihre Früchte ausbilden.
- Mulchen: Unter Obstbäumen und Sträuchern hilft Mulch, die Feuchtigkeit zu speichern.
- Düngen nach der Ernte: Eine leichte Gabe Kompost oder organischer Substral Obstdünger unterstützt die Regeneration.
- Sommerschnitt bei Obstbäumen: Entferne lange, nach innen wachsende Triebe – das verbessert Licht- und Luftzufuhr.
- Erdbeeren pflegen: Alte Blätter nach der Ernte zurückschneiden und Boden auflockern.
Tipp: Halte den Boden unter Obstpflanzen frei von Wildkräutern – das reduziert Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe.
Schutz und Pflege bei Sommerhitze
Hohe Temperaturen können Früchte und Pflanzen belasten. Mit einfachen Maßnahmen beugst du Schäden vor:
- Sonnenschutz: Empfindliche Früchte wie Beeren oder Äpfel mit Netzen oder leichten Vliesen vor Sonnenbrand schützen.
- Wasser gezielt einsetzen: Tropfbewässerung spart Wasser und versorgt die Wurzeln gleichmäßig.
- Vögel fernhalten: Reife Beeren mit Netzen abdecken – achte darauf, dass sich keine Tiere darin verfangen können.
- Fruchtmumien entfernen: Reste von faulen Früchten sofort abnehmen, und auch heruntergefallene Fruchtmumien entfernen, um Pilzkrankheiten im nächsten Jahr vorzubeugen.
Tipp: Halte dich an einen festen Gießrhythmus – unregelmäßige Wassergaben führen oft zu geplatzten Früchten oder Nährstoffmangel, besonders bei Äpfeln, Pflaumen und Tomaten.
Was du im August ernten kannst
Im August läuft die Obsternte auf Hochtouren – frische Früchte für Küche, Vorrat und Genuss im Garten.
- Johannisbeeren, Himbeeren und Brombeeren – regelmäßig pflücken, um neue Blütenbildung anzuregen.
- Pfirsiche, Aprikosen und Nektarinen – reif, wenn sie sich leicht vom Zweig lösen.
- Äpfel und Birnen – frühe Sorten wie „Weißer Klarapfel“ oder „Williams Christ“ sind jetzt erntereif.
- Pflaumen und Zwetschgen – saftig und süß, ideal für Kompott oder Kuchen.
- Feigen – ernten, sobald sie weich und duftend sind.
Tipp: Ernte an trockenen Tagen und vermeide Druckstellen – so bleibt das Obst länger frisch und aromatisch.
Blumen & Stauden
Was du im August pflanzen kannst
Im August steht der Garten in voller Blüte, aber du kannst weiterhin neue Pflanzen setzen oder Beete für den Herbst vorbereiten.
- Zweijährige Pflanzen wie Stiefmütterchen, Fingerhut und Vergissmeinnicht jetzt aussäen – sie entwickeln kräftige Blattrosetten und blühen im nächsten Frühjahr.
- Späte Sommerblumen wie Zinnien, Cosmeen, Ringelblumen und Sonnenhut können noch gesetzt werden.
- Stauden teilen und umpflanzen: Frühblühende Arten wie Iris, Phlox und Akelei nach der Blüte teilen, um sie zu verjüngen.
- Herbstblüher wie Astern, Dahlien, Herbst-Anemonen, Heidekraut und Chrysanthemen pflanzen, um später Farbe in den Garten zu bringen.
Tipp: Pflanze in den Abendstunden oder an bewölkten Tagen – das hilft den Pflanzen, sich bei Sommerhitze besser zu etablieren.
Pflanzenpflege im August
Regelmäßige Pflege sorgt dafür, dass Blumen und Stauden bis in den Herbst hinein kräftig und gesund bleiben.
- Verblühtes entfernen: Schneide regelmäßig welke Blüten ab, um eine zweite Blüte anzuregen.
- Düngen: Spätestens Anfang August eine letzte Düngung mit phosphor- und kaliumbetontem Substral Dünger geben – das stärkt Pflanzen für den Winter.
- Bewässerung: An heißen Tagen morgens oder abends gießen, nie in der prallen Sonne.
- Mulchen: Schützt Wurzeln vor Hitze und hält den Boden feucht.
- Stützen: Hohe Pflanzen wie Rittersporn oder Sonnenhut rechtzeitig abstützen, um Windbruch zu vermeiden.
Tipp: Kontrolliere regelmäßig auf Blattläuse oder Spinnmilben – im warmen August vermehren sie sich besonders schnell. Konsequente Bekämpfungsmaßnahmen mit Substral-Produkten im Herbst verhindern eine Überwinterung und verringern so den Neubefall im nächsten Jahr.
Rosen & Sträucher
Was du im August pflanzen kannst
Containerpflanzen können auch im August gesetzt werden, sofern sie gut bewässert werden.
- Rosen im Topf – sonnige, luftige Standorte wählen; die Veredelungsstelle 3–5 cm unter die Erde setzen.
- Immergrüne Sträucher wie Liguster, Buchsbaum oder Kirschlorbeer wachsen gut an, wenn sie gleichmäßig gewässert werden.
- Hortensien – im Halbschatten pflanzen und regelmäßig gießen.
Tipp: Nach dem Pflanzen gründlich wässern und den Wurzelbereich mit Rindenmulch abdecken.
Rosen und Sträucher pflegen im August
Im August blühen viele Rosen ein zweites Mal, wenn sie richtig gepflegt werden.
- Verblühtes regelmäßig entfernen: So investiert die Pflanze ihre Energie in neue Knospen statt in Samenbildung.
- Düngen: Eine letzte, leichte Substral Düngung Anfang des Monats – danach nicht mehr, um das Ausreifen der Triebe vor den Wintermonaten zu fördern.
- Bewässerung: Tiefgründig gießen, besonders bei Trockenheit.
- Krankheiten kontrollieren: Achte auf Echten Mehltau oder Sternrußtau – befallene Blätter entfernen und nicht auf dem Kompost entsorgen.
- Sträucher nach der Blüte schneiden: Frühblüher und stark wachsende Arten wie Forsythien oder Weigelien auslichten.
Tipp: Im Spätsommer ist auch ein leichter Formschnitt bei Hecken möglich – achte jedoch darauf, dass keine Vögel mehr brüten.
Rasenpflege
Wie du deinen Rasen im August pflegst
Im August steht der Rasen häufig unter Stress: Hitze, Trockenheit und starker Gebrauch hinterlassen Spuren. Mit der richtigen Rasenpflege kannst du die Gräser jetzt stärken und sie optimal auf den Herbst vorbereiten.
Bewässerung bei Hitze
- Gieße ein- bis zweimal pro Woche tiefgründig – etwa 20–25 Liter pro Quadratmeter.
- Morgens wässern, wenn die Sonne noch schwach ist, damit das Wasser gut eindringen kann.
- Vermeide tägliches, oberflächliches Gießen – das fördert flache Wurzelbildung und macht den Rasen anfällig für Trockenstress.
- Bei anhaltender Hitze darf der Rasen leicht antrocknen – das regt Wurzeln zu tieferem Wachstum an.
Tipp: Stelle ein Glas im Rasen auf – wenn sich darin rund 2 cm Wasser sammeln, war das Wässern ausreichend.
Rasen mähen und pflegen
- Schneide den Rasen nicht zu kurz – eine Höhe von 5–6 cm schützt vor Austrocknung.
- Mähe regelmäßig, aber vermeide Schnitte bei über 30 °C.
- Verwende scharfe Messer, um ausgefranste Halme zu vermeiden.
- Entferne Schnittgut nur, wenn es dick aufliegt – sonst dient es als natürlicher Dünger.
- Rasen nachsäen: Wenn kahle Stellen sichtbar sind, kannst du sie jetzt mit Substral Nachsaatmischung ausbessern.
Tipp: Lockere verdichtete Stellen leicht mit einer Grabegabel und bessere die Bodenoberfläche mit einer Substral Rasenerde aus, bevor du nachsäst – das verbessert die Keimung.
Düngen und Pflegen im Spätsommer
- Anfang August kannst du noch einen Substral Sommerdünger mit Kaliumanteil ausbringen – er stärkt die Gräser gegen Hitze und Trockenheit.
- Ab Mitte des Monats auf stickstoffarme, kaliumreiche Substral Herbstdünger umsteigen – sie fördern die Winterhärte.
- Nach dem Düngen gründlich wässern, um Verbrennungen zu vermeiden.
- In Schattenbereichen bei Bedarf leicht sanden, um die Durchlässigkeit zu verbessern.
Tipp: Kaliumreiche Substral Dünger machen die Zellwände stabiler und bereiten den Rasen auf kühlere Temperaturen vor.
Rasenpflege nach Regen oder Belastung
- Nach Regenschauern Staunässe vermeiden – überschüssiges Wasser ableiten oder Rasen lüften.
- Verdichtete Stellen mit einer Gabel einstechen, damit Luft an die Wurzeln gelangt.
- Stark beanspruchte Flächen, z. B. unter Gartenmöbeln oder Spielgeräten, regenerieren schneller, wenn du sie regelmäßig belüftest.
Tipp: Einmal im Monat leicht vertikutieren – das entfernt Filz und sorgt für kräftigen Neuaustrieb.