Beerenobst

Beerenobst

Nicht nur Kinder naschen gerne Beerenobst. Im August sind allerlei süß bis säuerlich schmeckende Beerenfrüchte erntereif.

Der genaue Erntezeitpunkt von Beerenobst hängt stark von den regionalen Klimabedingungen, der Beerenart und Sorte ab. Beerenfrüchte sind allgemein sehr gesund, da sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind. Ihre häufig blaue oder rote Farbe verdanken sie pflanzlichen Farbstoffen (Anthocyane), die als natürliches Anti-aging-Mittel gelten.

 

Himbeeren und Brombeeren

Einige Himbeersorten können bereits seit Juli geerntet werden, wohingegen die meisten Brombeeren erst jetzt im August reif werden. Botanisch gesehen sind Brombeeren und Himbeeren gar keine Beeren. Stattdessen handelt es sich um sogenannte "Sammelsteinfrüchte": Jede Frucht setzt sich aus mehreren, kleinen Früchten zusammen, die außen fleischig sind und innen einen harten Samen enthalten.

Brombeer- und Himbeersträucher entwickeln Stacheln, die sie als Kletterhilfe und Fraßschutz gebrauchen. Allerdings können die Stacheln der Beerenernte unangenehm entgegenstehen. Unser Tipp: Gerade bei Haushalten mit Kindern sind stachellose Beerensorten zu empfehlen.

Die Brombeeren werden nicht reif?
Wenn Brombeerfrüchte teilweise rot und unreif bleiben und selbst die schwarz gefärbten Fruchtbereiche sauer schmecken, steckt wahrscheinlich die Brombeergallmücke dahinter. Diese mikroskopisch kleinen Gallmilben sitzen und saugen zwischen den Einzelbeeren – eine Frucht kann von mehr als hundert Tieren besiedelt werden! Befallene Früchte sollten abgepflückt und entsorgt werden, um eine Überwinterung der Schädlinge an den Ruten zu vermeiden.

Nach der Ernte:
Sobald im Sommer/Herbst die letzten Himbeer- bzw. Brombeerfrüchte abgeerntet sind, sollten alle abgetragenen Ruten herausgeschnitten, d. h. direkt über der Bodenoberfläche abgeschnitten werden. Im späten Winter alle Ruten um circa 15 cm einkürzen.

Heidelbeeren (=Blaubeeren)

Während die in unseren Wäldern heimische Heidelbeere (Vaccinium myrtillus) einen niedrigen Wuchs und kleine Früchte aufweist, wird im Garten gerne die bis zu 1,5 m hohe Nordamerikanische Heidelbeere oder Gartenheidelbeere (Vaccinium corymbosum) kultiviert. Ihre Früchte sind circa erbsengroß mit weißem Fruchtfleisch. Geerntet werden kann je nach Sorte von Juni bis September.

Unser Tipp: Nur voll ausgereifte Heidelbeeren (dunkelblau bis fast schwarz gefärbt) ernten, da bereits gepflückte Früchte nicht nachreifen.

 

Johannisbeeren

Johannisbeeren zeichnen sich durch eine große Artenvielfalt aus. Dementsprechend reicht das Farbenspektrum der Früchte von weiß über rot bis hin zu schwarz. Alle Johannisbeeren sind gesund, aber den höchsten Gehalt an Vitamin C weisen die schwarzen Johannisbeeren auf. Während die roten Johannisbeeren eher säuerlich schmecken, sind die weißen Sorten um einiges milder.

 

Physalis

Die auch unter "Andenbeere" bekannte Physalis (Physalis peruviana) stammt ursprünglich aus Südamerika und ist mit der Tomate verwandt. Ihre Früchte sind etwa kirschengroß und dottergelb bis orange gefärbt. Jede Beere wird von Kelchblättern umhüllt, die einen Lampion formen. Sobald diese Hüllblätter im Herbst vertrocknet sind, ist die Frucht reif und zur Ernte bereit. In klimatisch begünstigten Regionen kann bereits im August geerntet werden.

 

Pflegetipp zu Beerenobst

Die meisten Beerensträucher wie Heidelbeeren, Himbeeren, Brombeeren, Johannisbeeren und Stachelbeeren mögen einen humosen, tiefgründigen Boden an sonnigen bis halbschattigen Standorten. Das Substrat sollte leicht sauer sein. Neben einer ausreichenden Wasserversorgung (Sträucher nicht austrocknen lassen!) ist eine gute Nährstoffversorgung wichtig, um die Pflanzen gesund und widerstandskräftig gegen Schädlinge und Pilzerkrankungen zu halten. Optimal versorgt sind Beeren- und auch Obstgehölze mit Substral Osmocote Beeren & Obst Dünger. Diese Düngerperlen geben die Nährstoffe bedarfsgerecht an die Pflanzen ab und müssen aufgrund ihrer Langzeitwirkung von sechs Monaten nur einmal im Frühjahr ausgebracht werden. Dabei ist es wichtig, die Düngerperlen leicht in den Boden einzuharken und anschließend anzugießen.