Braune oder kahle Stellen im Rasen

Braune oder kahle Stellen im Rasen

Stressige Witterungsbedingungen wie Hitze, Nässe, Trockenheit oder schwere Schneelasten machen dem Rasen zu schaffen, woraufhin Rasengräser absterben können.

Braune oder kahle Stellen im Rasen sind die Folge, die möglichst rasch repariert werden sollten.

Zu den Grundvoraussetzungen für einen grünen, gesunden Rasen zählen geeignete Boden- und Standortverhältnisse sowie ein hochwertiges Saatgut. Andernfalls wird es immer wieder zu Problemen im Rasen kommen. Darüber hinaus tragen richtige Pflegemaßnahmen wie Schnitt, Bewässerung und angepasste Düngung ihr Übriges zur Rasengesundheit bei. Ein gestresster Rasen ist nämlich anfällig für einen Befall durch Unkräuter, Moose sowie pilzliche und tierische Schaderreger.

 

Standortbedingungen

Bevor ein Rasen angelegt wird, ist es wichtig, dass er geeignete Bedingungen vorfindet, um sich etablieren zu können. Grundsätzlich sollte ein tiefgründiger, lockerer Boden ohne Verdichtungen vorliegen, der eine gute Wasser- und Nährstoffspeicherfähigkeit besitzt. Dementsprechend sind sandige Lehmböden mit Humusanteilen ideal. Gegebenfalls sind Maßnahmen zur Verbesserung der Bodenstruktur gefragt. So ist es beispielsweise ratsam, auf humusarmen Böden Kompost einzuarbeiten. Schwere, lehmige Böden hingegen können durch die Einarbeitung von grobem Sand verbessert werden. Bei verdichtetem Unterboden ist eine Tiefenlockerung zu empfehlen. Liegt im Boden eine für Gräser schädliche Staunässe vor, ist eine Drainage ratsam.
Bitte beachten: Es sollte eine Bodentiefe von mindestens 30 cm herrschen, damit sich die Graswurzeln gut entwickeln können.

Unser Tipp:
Durch die Ausbringung von Substral® Rasenerde können die Bodenbedingungen verbessert werden, sodass ideale Keimbedingungen für den Rasen geschaffen werden. Die lockere Struktur gewährleistet eine gute Bodenbelüftung, wohingegen der enthaltene Substral®-Dünger für einen raschen Lückenschluss sorgt. Substral® Rasenerde ist vielseitig einsetzbar: sie ist optimal zur Bodenverbesserung, zur Rasen-Neuaussaat, zum Ausbessern von kahlen Stellen und auch für Fertig- und Rollrasen geeignet.

Standorte mit guten Lichtverhältnissen sind zu bevorzugen, da die meisten Grasarten Licht liebend sind. Rasen vermag aber auch an halbschattigen Flächen zu wachsen, wobei hier besondere Schattenrasenmischungen empfehlenswert sind. Des Weiteren sollte der pH-Wert des Bodens im schwach sauren Bereich (zwischen pH 5,5 und 6,5) liegen. Ein etwaiges Kalken ist nach vorheriger Bodenuntersuchung ratsam. Ideal geeignet ist beispielsweise Naturen® BIO Kalk. Dieser hochwertige Kalk aus Meeresalgen enthält neben Calcium auch wertvolles Magnesium.

 

Saatgut und Keimbedingungen

Für einen schönen Rasen ist die Wahl des richtigen Saatgutes entscheidend. Diese sollte eine an die Licht- und Nutzungsverhältnisse angepasste hochwertige Rasenmischung sein. Einen großen Einfluss auf die Keimung hat die Bodentemperatur. Diese sollte mindestens + 5 °C betragen, optimal sind Bodentemperaturen zwischen + 16 und + 21 °C, wobei kurzzeitig höhere Temperaturen von + 30 °C vorteilhaft sind. Die Aussaat kann entweder im Frühjahr oder Herbst erfolgen. Unter ungünstigen Bedingungen wird die Keimung verzögert und die kahle Fläche wird rasch von Unkräutern eingenommen.

Vorbeugung von "Pflegefehlern"

Wird der Rasen nicht optimal gepflegt, sind häufig braune oder kahle Stellen die Folge.

Düngung:
Bei jedem Mähvorgang werden mit dem Schnittgut die darin enthaltenen Nährstoffe von der Rasenfläche entfernt. Diese können gezielt durch eine Düngung wieder zugeführt werden. Empfehlenswert sind Langzeitdünger, die kontinuierlich über Monate hinweg Nährstoffe abgeben und dadurch ein gleichmäßiges, dichtes Wachstum des Rasens ohne Verbrennungen fördern. Denn ein Rasendünger, der zu viele Nährstoffe auf einmal freisetzt, übt einen Salzstress auf die Gräser aus, wodurch es zu "Verbrennungen" der Wurzeln und Absterben der Gräser kommt.

Ideal für die Frühjahrs- und Sommerdüngung ist beispielsweise Substral® Rasen-Dünger mit Langzeitwirkung in Profi-Qualität. Im Herbst sollte der Rasen mit einem speziellen Rasendünger versorgt werden, wie Substral® Winterfit Rasendünger. Dieser ist besonders reich an Kalium, das die Zellstabilität der einzelnen Gräser stärkt. Dadurch sind sie weniger anfällig für Frost und Pilzerkrankungen. Der Rasen wird somit optimal auf die Winterpause vorbereitet und wird im Frühjahr wieder rasch fit.
Rasendünger sollten möglichst gleichmäßig verteilt werden, weshalb der Einsatz eines Streuwagens wie Substral® EasyGreen Universal-Schleuderstreuer ratsam ist. Wird mit der Hand gestreut, kommt es leicht zu einer Überdosierung des Düngers. Dadurch verbrennen die Gräser, woraufhin braune Flecken im Rasen entstehen.

Schnitt:
Regelmäßiger Schnitt fördert die Verzweigung der Gräser und ist nötig, um eine dichte Grasnarbe zu erreichen. Zierrasen wird am besten auf eine Höhe von 2 bis 3 cm und Spiel-/Gebrauchsrasen auf 3 bis 5 cm geschnitten. Wird jedoch tiefer geschnitten, besteht die Gefahr von Trockenschäden. Gut gepflegter Gartenrasen benötigt in der Zeit des starken Zuwachses alle 5 bis 7 Tage einen Schnitt. Wichtig ist auch, dass das Messer des Rasenmähers scharf ist, damit die Grashalme nicht ausfransen.

Bewässerung:
Sowohl Staunässe als auch Trockenheit können braune Stellen verursachen. Eine wichtige Regel bei der Rasenbewässerung lautet: Nicht täglich in kleinen Mengen wässern, sondern großzügig ein- bis zweimal pro Woche jeweils circa 10 bis 20 Liter Wasser pro m². Dadurch werden die Gräser stimuliert, tiefer in den Boden zu wurzeln, wodurch sie besser mit Trockenheit zurecht kommen. Umgekehrt wird ein Rasen bei häufigen, aber geringen Wassergaben anfällig für Trockenheit, da bei oberflächiger Beregnung das Gras nicht mehr tiefgründig wurzelt.

 

Witterungsbedingungen

Je nach Jahreszeit wird der Rasen mehr oder weniger stark von den herrschenden Witterungsbedingungen gestresst, wie beispielsweise durch große Niederschlagsmengen, Hitze oder Trockenheit. Dadurch bedingte braune oder kahle Stellen sind kaum zu verhindern. Jedoch gilt: Je besser der Rasen gepflegt wird, desto rascher erholt er sich auch wieder.

Pilzkrankheiten im Rasen

Wenn die Wuchsbedingungen für den Rasen nicht optimal sind und der Rasen gestresst ist, treten häufig Pilzerkrankungen wie z. B. Schneeschimmel, Rotspitzigkeit und auch Hexenringe auf. Diese können zum Absterben der Gräser und kahlen Stellen im Rasen führen. Bei der Bekämpfung von Pilzerkrankungen im Rasen sind vor allem Pflegemaßnahmen wichtig, wie z. B. regelmäßiges Vertikutieren.

 

Tierische Schädlinge im Rasen

Verschiedene Insektenarten können braune oder kahle Stellen im Rasen verursachen. Meist sind es ihre Larven, die im Erdreich leben, wo sie an den Wurzeln der Gräser fressen, die daraufhin absterben. Dazu zählen etwa sogenannte "Engerlinge", wie die Larven verschiedener Käfer wie des Maikäfers genannt werden sowie die Larven von Schnellkäfern, sogenannte "Drahtwürmer", und von Wiesenschnaken. Zugelassene Pflanzenschutzmittel gibt es für den Haus- und Kleingarten jedoch keine. Um gegen diese Rasenschädlinge vorzugehen, sollten sie einerseits abgesammelt werden und andererseits sollten mechanische Bodenbearbeitungen unter Verwendung von Fräsen oder Nadelwalzen vorgenommen werden.

Auch wühlende Säugetiere, wie Wühlmäuse und Maulwürfe können Rasenschäden verursachen. Wühlmäuse können mittels attraktiver Frischeköder, wie z. B. Substral® Celaflor® Wühlmausköder Arrex®** auf Möhrenbasis bekämpft werden. Der Einsatz von Substral® Celaflor® Wühlmaus-Portionsköder Arrex®* empfiehlt sich, um Untergrabungen von Wühlmäusen bei Hausterrassen, Gartenmauern und -wegen zu verhindern. Zum Vergrämen des Maulwurfs eignen sich auch Duftkugeln wie Substral® Celaflor® Maulwurf-Frei*.

 

Rasenreparatur

Um den Rasen zu reparieren und kahle Stellen zu schließen, bietet Substral® Magisches Rasen-Pflasterdie rasche und effektive Lösung in nur drei Schritten. Der innovative 3-in-1 Mix besteht aus erstklassiger Rasensaat, Premium-Keimsubstrat (Granulat aus Kokosnussschalen) und hochwertigem Substral®-Dünger. Das abgestorbene Gras von den Kahlstellen entfernen, das Rasen-Pflaster in einer dünnen Schicht ausbringen und gut anwässern. Das Keimsubstrat speichert das Wasser wie ein Schwamm, hält dadurch die Grassamen feucht und schützt so vor Austrocknung. Bei Bedarf ist nachzuwässern. Der enthaltene Dünger sorgt zusätzlich für eine rasche Entwicklung der Keimlinge. Bei optimalen Wetter- und Bodenbedingungen sind die ersten Ergebnisse bereits nach wenigen Tagen sichtbar.