Pilzerkrankungen im Rasen

Diagnose: Pilzerkrankungen im Rasen

Unschöne braune Flecken im einst grünen Rasen sind häufig auf Pilzkrankheiten wie etwa Schneeschimmel zurückzuführen. Diese treten insbesondere nach feuchten Witterungsperioden auf.
Weitere Gründe für braune Stellen im Rasen sind Mangelernährung, Trockenheit oder zahlreiche tierische Schädlinge.

 

Wie sehen Pilze im Rasen aus?

Es gibt eine Vielfalt an Pilzen, die im Rasen vorkommen können, wo sie Graswurzeln und auch die Grashalme befallen können. Dementsprechend unterscheiden sie sich in ihren Wachstumsbedingungen unter denen sie auftreten, ihrem Erscheinungsbild und der Stärke ihres Schadens:

 

Schneeschimmel (Fusarium nivale)

Im Frühjahr ist der Schneeschimmel die häufigste Pilzerkrankung im Rasen, da dieser durch eine lange Schneebedeckung oder Nässe gefördert wird und bei niedrigen Temperaturen auftritt. Erkennbar sind rundliche, bis zu 5 cm große Flecken, die mit einem weiß- bis rosafarbenen Pilzgeflecht überzogen sind und sich später gelb-braun verfärben.

 

Hexenringe

Über das gesamte Jahr können sogenannte Hexenringe auftreten, vor allem an nährstoffarmen, sandigen Standorten. Erreger sind verschiedene Pilze, die sich auch optisch unterscheide

Typ 1: Der Rasen stirbt ringförmig ab, da an dieser Stelle im Boden ein dichtes Pilzgeflecht wächst. Dieses ist stark wasserabweisend, woraufhin der Rasen vertrocknet. Bei der Zersetzung der abgestorbenen Gräser wird viel Stickstoff freigesetzt, der die Gräser beiderseits des Ringes zum Wachstum anregt. Gelegentlich sind auch Fruchtkörper in Form von Hutpilzen im Ring zu sehen. Dieser Hexenringtyp kann den Rasen erheblich schädigen!

Typ 2: Ein einzelner dunkelgrüner Ring entsteht. Das Ausmaß der Schädigung ist gering, da der Rasen nicht abstirbt. Fruchtkörper in Form von Hutpilzen können auftreten.

Typ 3: Es erscheinen kreisförmig angeordnete Hutpilze. Rasenschädigung erfolgt jedoch keine.

 

Rotspitzigkeit (Corticium fuciforme)

Dies ist eine typische Sommerpilzerkrankung (Juni bis Oktober), die häufig nach feucht-warmer Witterung auftritt. Charakteristisch ist das feine rote Pilzgeflecht an den Grashalmen.

 

Häufige Ursachen für Pilze im Rasen

Pilze bilden Sporen, die über Wind, Regen, den Boden und Tiere verbreitet werden und auf diese Weise auf den Rasen gelangen. Ein Befall tritt vor allem dann ein, wenn die Wuchsbedingungen für den Rasen nicht optimal sind und der Rasen gestresst ist, wie zum Beispiel:

  • pH-Wert des Bodens ist zu hoch/zu niedrig
  • hohe Stickstoffgaben im Herbst
  • verdichtete Böden
  • hohe Luftfeuchtigkeit
  • anhaltende Nässe
  • verfilzter Rasen
  • zu tiefes Mähen
  • dichte Laubauflage
  • lang anhaltende Schneedecke

Maßnahmen Sind im Rasen

Den Rasen bedarfsgerecht mit Nährstoffen versorgen. Im Frühjahr und Sommer am besten jeweils einen Langzeitdünger ausbringen, beispielsweise Substral Rasen-Dünger mit Langzeitwirkung. Bei der Herbstdüngung hohe Stickstoffgaben meiden, da die Gräser auf diese Weise weiche Zellen entwickeln, die krankheitsanfällig sind. Stattdessen ist im Herbst eine kaliumbetonte Düngung wichtig, die das Zellgewebe stärkt, wie etwa mit Substral Herbst Rasendünger gegeben ist.

Für eine gute Belüftung des Bodens sorgen. Rasenfilz durch Vertikutieren entfernen. Mit einer Grabegabel circa 10 cm tiefe Löcher in den Boden stechen ("Aerifizieren"), um Bodenverdichtungen entgegenzuwirken. In diese Löcher kann Sand gefüllt werden, um die Drainagefähigkeit des Bodens zu verbessern. Zur Bekämpfung von Hexenringen des Typs 1 ist sogar ein Erdaustausch ratsam, da ansonsten das dichte Pilzgeflecht nicht beseitigt werden kann: In einer Breite von mindestens 30 cm links und rechts des Hexenringes wird der Boden etwa spatentief ausgehoben und mit frischem Substrat aufgefüllt. Um die kahle Stelle möglichst rasch zu schließen, empfiehlt sich der Einsatz von Substral Magisches Rasen Pflaster. Der innovative 3-in-1 Mix besteht aus erstklassiger Rasensaat, Premium Keimsubstrat (Granulat aus Kokosnussschalen) und hochwertigem Substral-Dünger. Das Keimsubstrat speichert das Wasser wie ein Schwamm, hält dadurch die Grassamen feucht und schützt so vor Austrocknung. Außerdem zeigt es an, wenn Bedarf zum Nachwässern besteht: Bekommt das Keimsubstrat eine hellbraune Farbe, wässern Sie erneut, bis es sich dunkelbraun färbt. Der enthaltene Dünger sorgt zusätzlich für eine rasche Entwicklung der Keimlinge. Bei optimalen Wetter- und Bodenbedingungen sind die ersten Ergebnisse bereits nach wenigen Tagen sichtbar.

Rasen nicht zu tief schneiden. Optimal ist ein Schnitt auf 3 bis 5 cm. Schattenlagen meiden.