Essbare Blüten

Essbare Blüten

Derzeit erfreuen sich essbare Blüten immer größerer Beliebtheit. Dieser Trend ist nicht neu. Seit mehr als tausend Jahren bedient sich die asiatische Küche an duftenden Blüten und auch in der europäischen Geschichte hat ihre Verwendung lange Tradition. Blüten sind nicht nur besonders dekorativ, sondern auch gesund, da sie reich an Vitaminen und Mineralstoffen sind. Möglichkeiten zum „kulinarischen Blütenerlebnis“ gibt es zur Genüge. Beliebt sind Blüten vor allem als bunte Beimischung im Salat. Aber auch der Geschmack von Süßspeisen lässt sich mit essbaren Blüten wunderbar verfeinern.

 

Welche Blüten sind essbar?

Dass die Blüten von Rosen und Veilchen essbar sind, ist vielen bekannt. Diese werden häufig gezuckert in Form von kandierten Blüten angeboten. Pfeffrig hingegen schmecken die leuchtend gelben, orangen oder roten Blüten der Kapuzinerkresse. Neben vielen Wildpflanzen wie Gänseblümchen können die Blüten von zahlreichen typischen Garten- und Balkonpflanzen verzehrt werden. Dazu gehören etwa Geranien, Begonien, Hibiskus, Nelken, Fuchsien, Malven, Mohn, Sonnenblumen, Tagetes, Flieder oder Frauenmantel. Die Blüten von den meisten Kräutern sind ebenfalls essbar, wie etwa Rosmarin, Basilikum, Oregano oder Schnittlauch. Ihr Geschmack ist meist milder als jener der Blätter. Besonders dekorativ sind etwa die blauen Blüten des Gewürzkrautes Borretsch. Auch die Blüten von Gemüsepflanzen sind wahre Delikatessen, wie beispielsweise Zucchiniblüten.

Bitte beachten:
Manche Blüten sind giftig und daher ungenießbar. Dazu zählen beispielsweise die Blüten von Tomate und Kartoffel, Oleander, Akelei, Fingerhut, Pfaffenhütchen oder Herbstzeitlose.

 

Was ist beim Pflücken zu beachten?

  • Bitte nur die Blüten von ungespritzten Pflanzen pflücken! Demzufolge sind Pflanzen aus Gartenmärkten und Blumengeschäften nicht geeignet. Vorzugsweise die unbehandelten Blüten aus dem eigenen Garten nehmen.
  • Am besten in der vollen Blütezeit bei trockenem Wetter pflücken. Ideal ist der Vormittag, sobald der Tau abgetrocknet und die Sonneneinstrahlung noch nicht so stark ist, da sich ansonsten die ätherischen Öle verflüchtigen.
    Unser Tipp: Möglichst Blüten wählen, die sich gerade geöffnet haben, da diese das stärkste Aroma besitzen.
  • Erst kurz vor der Verwendung pflücken, da die Blüten rasch welk werden und dabei an Aroma verlieren.

 

Was ist bei der Zubereitung zu beachten?

  • Blüten nach dem Pflücken ausschütteln, um Insekten, die sich darin aufhalten, zu entfernen. Eventuell vorsichtig mit kaltem Wasser abwaschen und danach trocken tupfen.
  • Essbar sind nur die Blütenblätter. Daher Blütenstiel sowie die grünen Kelchblätter entfernen.
  • Bei heißen Gerichten die Blüten erst kurz vor dem Anrichten hinzufügen, da die zarten Blüten ansonsten leicht zerkochen.