Lausige Zeiten

Lausige Zeiten

Klebrige und gekräuselte Blätter sind häufig ein Hinweis auf Blattläuse. Nahezu alle Pflanzen – Gemüse-, Zier- und Obstpflanzen – können von Blattläusen befallen werden.

Blattläuse zählen zu den häufigsten saugenden Insekten. In Mitteleuropa kommen mehr als 800 verschiedene Arten vor, die sich in Größe, Form und Farbe unterscheiden. Sie können gelb, grün, rot bis grau, braun oder schwarz gefärbt sein.

Manche Blattlausarten befallen nur eine oder wenige Wirtspflanzen wie z. B. die Grüne Apfelblattlaus. Doch viele andere Blattlausarten sind weniger wählerisch und kommen an unterschiedlichen Pflanzenarten vor.

Blattläuse und deren Larven saugen Pflanzensaft vorwiegend an Blattunterseiten, jungen Trieben, Knospen und Früchten. Aufgrund der Saugtätigkeit verkümmern, kräuseln und rollen sich die Blätter ein, die Triebspitzen deformieren sich.

Befallene Pflanzenteile werden mit klebrigen Ausscheidungen, dem sogenannten "Honigtau" überzogen. Auf diesem Belag siedeln sich häufig schwarze Pilze, sogenannte "Rußtaupilze" an. Dadurch wird die Fähigkeit der Pflanze zur Photosynthese herabsetzt. Darüber hinaus übertragen Blattläuse häufig Viruskrankheiten.

Ameisen an der Pflanze!

Wenn Ameisen auf einer Pflanze krabbeln, sollte diese näher auf Blattläuse untersucht werden! Denn Ameisen ernähren sich unter anderem vom Honigtau der Blattläuse. Ameisen sind keine Pflanzenschädlinge! Sobald der Befall an Blattläusen beseitigt ist, verschwinden in der Regel auch die Ameisen.

 

Massenbefall

Mehrere Faktoren im Lebenszyklus der Blattlaus bewirken einen oft massiven Befall:

  • Explosionsartige Vermehrung:
    Warme Witterungsbedingungen im Frühjahr und Frühsommer fördern die Entwicklung von Blattläusen. Je nach Blattlausart können pro Jahr circa 10 bis 16 Generationen auftreten!
  • "Jungfernzeugung":
    Weibliche Blattläuse können ohne Befruchtung durch Männchen etwa 40 bis 70 weibliche Jungtiere lebend gebären. Diese können sich ihrerseits auf die gleiche Weise vermehren.
  • Beflügelte Blattläuse:
    Ab ungefähr Juni treten beflügelte Blattläuse (Weibchen) auf, die eine Ausbreitung des Blattlausbefalls auf andere Pflanzen ermöglichen.
  • Fortpflanzung und Überwinterung:
    Im Herbst entwickeln sich zusätzlich zu Weibchen auch männliche Blattläuse. Nach der Befruchtung legen die Weibchen Eier zur Überwinterung an der Pflanze ab. Aus diesen schlüpfen im Frühjahr frühzeitig die ersten Blattläuse.

 

Maßnahmen

Regelmäßige Kontrollen helfen, um einen Blattlausbefall möglichst frühzeitig zu erkennen. Spätestens beim Sichtbarwerden der ersten Tiere oder Symptome betroffene Pflanzen sorgfältig behandeln. Dazu eignen sich Spritzungen mit z. B. SUBSTRAL Naturen® Schädlingsfrei Zierpflanzen Konzentrat**oder SUBSTRAL Naturen® Schädlingsfrei Obst und Gemüse Konzentrat**. Diese Produkte enthalten den natürlichen Wirkstoff Rapsöl. Es fallen keinerlei Wartezeiten an, sodass Obst und Gemüse unmittelbar nach der Anwendung verzehrt werden kann! Wiederholungsspritzungen sind im Abstand von 7 bis 10 Tagen ratsam. Wichtig ist eine gründliche Benetzung aller Pflanzenteile, auch Blattunterseiten!

Alternativ können Blattläuse an Zierpflanzen mit SUBSTRAL Celaflor® Schädlingsfrei Careo® Konzentrat** sowie an Gemüse (Tomaten, Aubergine, Paprika und Salat) mit SUBSTRAL Celaflor® Schädlingsfrei Careo® Konzentrat für Gemüse** bekämpft werden. Der vollsystemische Wirkstoff dieser Produkte wird in den Leitungsbahnen der gesamten Pflanze transportiert und im Neuzuwachs verteilt. Dadurch werden Blattläuse auch dann bekämpft, wenn sie nicht direkt getroffen werden. Außerdem verfügen die Careo®-Produkte** in der Regel über eine gute Pflanzenverträglichkeit und sind nicht bienengefährlich!

Darüber hinaus empfiehlt sich der Einsatz von SUBSTRAL Naturen® Gelbtafeln oder SUBSTRAL Naturen® Gelbsticker, um beflügelte Blattläuse abzufangen.