Regenschutz für Tomaten

Regenschutz für Tomaten

Damit Tomatenpflanzen gesund wachsen und reichlich Früchte entwickeln, sollten sie vor Blattnässe geschützt werden. Ansonsten können sich Pilzerkrankungen wie die gefürchtete Kraut- und Braunfäule rasch ausbreiten. Bei Freilandtomaten empfiehlt sich daher eine Überdachung als Regenschutz.

 

Kraut- und Braunfäule

Die Kraut- und Braunfäule kann innerhalb kürzester Zeit den gesamten Tomatenbestand zunichte machen. Hervorgerufen wird sie durch den Pilz Phytophthora infestans, der neben Tomaten auch Kartoffeln befallen kann.

 

Schadbild

Zunächst zeigen sich vor allem auf den unteren Blättern graugrüne Flecken, die später dunkelbraun bis schwarz werden. Bei hoher Luftfeuchte dehnen sich die Flecken rasch aus und auf der Blattunterseite entwickelt sich ein weißgrauer Schimmelrasen. Schließlich sterben die Blätter ab. Auch die Stängel weisen braun-schwarze Flecken auf. Auf den Früchten bilden sich große braune, trockene Flecken, die bis tief ins Fruchtfleisch eingesunken sind.

Vorbeugende Maßnahmen

Eine Reihe an Maßnahmen kann ergriffen werden, um einen Befall durch die Kraut- und Braunfäule möglichst zu verhindern:

Sorten- und Standortwahl

Am besten widerstandsfähige Sorten auswählen. Außerdem Tomaten nicht in direkter Nachbarschaft zu Kartoffeln anbauen, da ansonsten eine Übertragung der Pilzsporen von den Kartoffeln auf die Tomaten erfolgt. Tomaten jährlich auf einer anderen Fläche im Garten anbauen, da die Pilzsporen im Boden überdauern können.

Hohe Luftfeuchte vermeiden

Da die Kraut- und Braunfäule durch feucht-warme Bedingungen gefördert wird, ist eine hohe Luftfeuchtigkeit zu vermeiden:

  • Freilandtomaten unbedingt vor Regen schützen, wie etwa in einem Gewächshaus. Optimal ist auch ein Tomatenhaus, das entweder selbst gebaut oder fertig gekauft werden kann. Größe, Baukonstruktion und Material können variieren. Wichtig ist regelmäßiges Lüften!
  • Tomatenpflanzen sollten nicht zu dicht nebeneinander stehen, da feuchte Pflanzen schwer abtrocknen können. Ratsam ist ein Pflanzenabstand von 50 bis 70 cm.
  • Am besten morgens gießen: nicht über die Blätter, sondern direkt ins Substrat.
  • Blätter unterhalb der reifenden Früchte entfernen, um die Luftzirkulation zu verbessern.

Ausgewogene Nährstoffversorgung

Ein Übermaß an Stickstoff fördert Pflanzenkrankheiten. Optimal versorgt sind Tomatenpflanzen beispielsweise durch wöchentliche Gaben von Substral Naturen Bio Tomaten und Kräuter Nahrung mit dem Gießwasser.

Pflanzenstärkung

Am besten bereits kurz nach der Pflanzung und regelmäßig im Abstand von 7 bis 14 Tagen Naturen Bio Vitalkur für pilzanfällige Pflanzen anwenden, um die Widerstandsfähigkeit der Pflanzen zu stärken. 

 

Extra-Tipp bei Stabtomaten:

Damit Stabtomaten gesund und kräftig wachsen, ist regelmäßiges "Ausgeizen" wichtig. Dabei wird der Seitentrieb, der sich in der Blattachse befindet, so früh wie möglich mit den Händen heraus gebrochen. Bei Buschtomaten ist kein Ausgeizen erforderlich.