Juli im Garten – Dein monatlicher Gartenratgeber
Der Juli steht für Sommer pur – lange Tage, warme Nächte und volle Beete. Der Garten zeigt sich jetzt von seiner üppigsten Seite: Obst und Gemüse reifen, Blumen blühen ununterbrochen, und die Rasenflächen leuchten sattgrün. Doch bei aller Fülle bedeutet das auch: Pflegen, Gießen und Ernten stehen jetzt im Mittelpunkt.
Mit der anhaltenden Wärme und Trockenheit brauchen viele Pflanzen regelmäßige Bewässerung und Nährstoffe, um gesund zu bleiben. Gleichzeitig ist der Juli ideal, um Verblühtes zu entfernen, Sommerblumen zu schneiden und Stauden für eine zweite Blüte vorzubereiten. Auch das Mulchen lohnt sich jetzt besonders – es schützt den Boden vor dem Austrocknen.
Der Juli ist ein Monat des Genießens, aber auch des Beobachtens: Schädlinge und Trockenstress sind jetzt häufige Herausforderungen. Mit ein wenig Aufmerksamkeit kannst du dafür sorgen, dass dein Garten lebendig, bunt und ertragreich bleibt.
Was du im Juli pflanzen kannst und weitere Tipps für den Monat
Ob du Gemüse nachsäst, Sommerblumen pflegst oder Obst erntest – im Juli geht es um Erhaltung und Pflege. Mit regelmäßigem Gießen, Düngen und Zurückschneiden bleibt dein Garten in Topform bis weit in den Herbst hinein.
Gemüse
Was du im Juli pflanzen kannst
Im Juli herrscht Hochsaison im Gemüsegarten – viele Pflanzen stehen in voller Ernte, während andere neu gesät werden können, um bis Herbst oder Spätherbst frische Erträge zu liefern.
Direktsaat im Freien:
- Buschbohnen – keimen schnell und bringen bis Oktober frische Schoten.
- Rote Bete – bis Mitte des Monats säen; sie liebt warme, lockere Böden.
- Mangold, Spinat und Feldsalat – für die Spätsommer- oder Herbsternte nachsäen.
- Möhren – letzte Aussaat für späte Sorten; gleichmäßig feucht halten.
- Radieschen – in Halbschatten säen, damit sie bei Hitze nicht verholzen.
- Kohlrabi und Endivien – gut geeignet als Nachkulturen auf abgeernteten Flächen.
Pflanzungen im Juli:
- Porree – Jungpflanzen aus dem Frühbeet umsetzen.
- Brokkoli und Grünkohl – für Herbst- und Winterernte ins Beet pflanzen.
- Zucchini und Kürbis – späte Aussaaten sind noch möglich, wenn du eine lange Herbstphase erwartest.
Tipp: Decke frisch gesäte Beete mit Vlies ab, um sie vor Austrocknung zu schützen und eine gleichmäßige Keimung zu fördern.
Gemüse pflegen im Juli
Hohe Temperaturen und Trockenheit stellen Pflanzen jetzt auf die Probe – regelmäßige Pflege ist entscheidend.
- Gießen: Lieber seltener, aber gründlich – 2–3 Mal pro Woche, möglichst früh am Morgen.
- Richtig Mulchen: Eine Schicht Rasenschnitt oder Stroh schützt den Boden vor Verdunstung.
- Düngen: Tomaten, Zucchini und Gurken jetzt regelmäßig mit einem Substral Flüssigdünger oder einmalig mit einem Substral Langzeitdünger versorgen.
- Tomaten ausgeizen: Entferne Seitentriebe, damit die Pflanze ihre Energie in die Fruchtbildung steckt.
- Frühkartoffeln ernten: Sobald das Laub zu welken beginnt, vorsichtig ausgraben.
- Wildkräuter regelmäßig entfernen: Konkurrenz um Wasser und Nährstoffe vermeiden.
Tipp: Besonders bei Starkzehrern lohnt sich eine zweite Düngung – das hält sie vital und ertragreich.
Was du im Juli ernten kannst
Der Juli ist ein Monat der Fülle – überall gibt es frisches Gemüse zu ernten.
- Tomaten, Gurken, Zucchini und Paprika – regelmäßig pflücken, um neue Früchte anzuregen.
- Erbsen, Bohnen und Mangold – jung geerntet schmecken sie besonders zart.
- Salate und Rucola – früh ernten, bevor sie in Blüte gehen.
- Frühkartoffeln, Rote Bete, Kohlrabi und Radieschen – liefern knackige Erträge.
- Kräuter wie Basilikum, Dill und Schnittlauch – regelmäßig schneiden, damit sie buschig weiterwachsen.
Tipp: Ernte morgens oder abends – so bleibt das Gemüse knackig und aromatisch.
Obst
Was du im Juli pflanzen kannst
Im Juli ist Pflanzzeit vor allem für Obst, das in Töpfen oder Containern gezogen wurde, da wurzelnackte Pflanzen jetzt zu empfindlich wären. Trotzdem lassen sich noch neue Kulturen etablieren, wenn regelmäßig gegossen wird.
Geeignete Pflanzen:
- Erdbeeren – ab Mitte Juli neue Jungpflanzen für die Ernte im nächsten Jahr setzen.
- Himbeeren und Brombeeren – im Topf gezogene Pflanzen können noch gepflanzt werden.
- Johannisbeeren – ebenfalls im Container erhältlich, ideal für sonnige bis halbschattige Lagen.
- Zitruspflanzen – in Kübeln kultivieren und an warmen, geschützten Standorten platzieren.
Tipp: Setze Erdbeeren an einem neuen Standort, um Bodenmüdigkeit zu vermeiden, und halte 30–40 cm Abstand zwischen den Pflanzen.
Obst pflegen im Juli
Im Juli stehen Pflege und Bewässerung im Vordergrund – viele Obstsorten befinden sich in der Reifephase.
- Regelmäßig gießen: Besonders bei Erdbeeren, Johannisbeeren und jungen Obstbäumen ist gleichmäßige Feuchtigkeit entscheidend.
- Mulchen: Eine Schicht Stroh oder Rindenmulch verhindert Austrocknung und schützt die Früchte- vor allem Erdbeeren, vor Schmutz.
- Sommerschnitt: Bei Apfel- und Birnbäumen kannst du überflüssige oder nach innen wachsende Triebe entfernen, um Licht in die Krone zu bringen.
- Erdbeeren nach der Ernte zurückschneiden: Entferne alte Blätter und dünne Ausläufer, damit sich neue Triebe bilden.
- Düngen: Eine leichte Kompostgabe oder Nährstoffversorgung mit einem Substral Dünger stärkt Pflanzen nach der Ernte.
Tipp: Gieße mit Regenwasser – Obstpflanzen reagieren empfindlich auf Kalk, besonders Beeren und Zitruspflanzen.
Was du im Juli ernten kannst
Jetzt ist die Hochsaison im Obstgarten – die Vielfalt ist groß, und viele Früchte sind auf ihrem aromatischen Höhepunkt.
- Erdbeeren, Johannisbeeren, Stachelbeeren und Himbeeren – regelmäßig ernten, damit sich neue Früchte bilden.
- Kirschen – bei Hochstämmen auf einen guten Stand der Leiter achten - Unfallgefahr.
- Frühe Äpfel und Pflaumen – je nach Sorte schon reif.
- Heidelbeeren – in voller Ernte; regelmäßig pflücken, um Fruchtqualität zu erhalten.
- Aprikosen und Pfirsiche – in milden Regionen erntereif, wenn sie sich leicht vom Zweig lösen.
Tipp: Früchte immer mit Stiel bzw. Stielansatz pflücken, um Druckstellen zu vermeiden, und möglichst sofort verarbeiten oder kühl lagern.
Plant seedlings of the following
Blumen & Stauden
Was du im Juli pflanzen kannst
Im Juli steht der Garten in voller Blüte – und doch ist es noch nicht zu spät, um neue Akzente zu setzen.
- Sommerblumen nachpflanzen: Lücken in den Beeten kannst du mit Cosmeen, Ringelblumen, Zinnien oder Löwenmäulchen auffüllen. Diese gedeihen auch bei warmen Temperaturen.
- Ziergräser wie Lampenschirmgras, Chinaschilf oder Rutenhirse wachsen schnell an und verleihen Struktur.
- Zweijährige Pflanzen wie Fingerhut, Stockrosen und Vergissmeinnicht jetzt aussäen, damit sie im nächsten Jahr blühen.
- Kübelpflanzen ergänzen: Für Balkon und Terrasse sind Petunien, Geranien und Verbenen weiterhin ideal.
Tipp: Pflanze in den Abendstunden, um Stress durch Hitze zu vermeiden, und gieße anschließend gründlich.
Was du im Juli pflanzen kannst
Pflanzenpflege im Juli
Pflege ist jetzt das A und O – regelmäßiges Gießen, Düngen und Schneiden sorgt für anhaltende Blütenpracht.
- Verblühtes regelmäßig entfernen: Das fördert die Nachblüte und verhindert Samenbildung.
- Stauden teilen oder zurückschneiden: Frühblühende Stauden wie Iris, Phlox oder Akelei können jetzt geteilt werden.
- Düngen: Substral Flüssigdünger unterstützen das Wachstum von Sommerblühern.
- Bewässerung: In heißen Perioden morgens oder abends gießen, da bei Mittagshitze das Wasser schneller verdunstet bevor es die Wurzeln erreicht.
- Mulchen: Hält Feuchtigkeit im Boden und schützt empfindliche Wurzeln vor Hitze.
Tipp: Setze bei großen Blütenstauden Stäbe oder Ringe als Stütze, um Windbruch zu vermeiden.
Rosen & Sträucher
Was du im Juli pflanzen kannst
Im Juli können noch Containerrosen und -sträucher gesetzt werden, wenn sie ausreichend bewässert werden.
Geeignete Pflanzen:
- Rosen im Topf – wähle sonnige Standorte mit gut durchlässigem Boden.
- Hortensien – in halbschattigen Lagen pflanzen; bei ausreichender Feuchtigkeit wachsen sie zügig an.
- Immergrüne Sträucher wie Buchsbaum, Liguster und Kirschlorbeer können bei gemäßigten Temperaturen gepflanzt werden.
Tipp: Nach dem Pflanzen eine Schicht Rindenmulch auftragen, um die Feuchtigkeit zu halten.
Rosen und Sträucher pflegen im Juli
Im Juli blühen viele Rosen in voller Pracht – damit das so bleibt, brauchen sie gezielte Pflege.
- Verblühtes regelmäßig entfernen: Schneide die Blüten über einem fünfblättrigen Blatt ab – das fördert neue Knospen.
- Düngen: Nach der ersten Blüte eine Gabe Substral Rosendüngers oder Kompost einarbeiten.
- Gießen: Rosen tiefgründig wässern, aber Staunässe vermeiden.
- Schädlingskontrolle: Auf Blattläuse, Echten Mehltau und Sternrußtau achten; befallene Blätter entfernen und die Pflanzen gezielt mit Substral Rosen-Vital oder Grundstoffen unterstützen.
- Sträucher nach der Blüte schneiden: Frühblüher wie Forsythien oder Deutzien können jetzt ausgelichtet werden.
Tipp: Rosen profitieren von einer Sommerpflege mit vitalisierenden und stärkenden Substral-Varianten – sie kräftigen die Pflanze und fördern die Gesundheit und die Blühfreude.
Wie du deinen Rasen im Juli pflegst
Im Juli hat der Rasen mit Hitze, Trockenheit und häufigem Mähen zu kämpfen. Jetzt ist die richtige Rasenpflege entscheidend, um die Grasnarbe grün und belastbar zu halten.
Richtig mähen
- Mähe den Rasen ein- bis zweimal pro Woche, je nach Wachstum.
- Stelle den Schnitt höher ein – etwa 5–6 cm – damit die Gräser besser vor Hitze und Sonneneinstrahlung geschützt sind.
- Verwende scharfe Messer, um ausgefranste Schnittkanten zu vermeiden.
- Mähe an heißen Tagen in den frühen Morgen- oder späten Abendstunden.
Tipp: Lasse das Schnittgut bei Trockenheit liegen (Mulchmähen) – es schützt den Boden und liefert natürliche Nährstoffe.
Rasen wässern
Im Juli braucht der Rasen regelmäßig Wasser, besonders auf sonnigen Flächen.
- Gieße durchdringend: Etwa 20–25 Liter Wasser pro Quadratmeter, 1–2 Mal pro Woche.
- Morgens gießen: So kann das Wasser tief eindringen und verdunstet weniger.
- Vermeide tägliches, oberflächliches Gießen – das fördert flaches Wurzelwachstum und macht den Rasen anfälliger für Hitze- und Trockenperioden..
- In langen Trockenphasen lieber seltener, aber intensiver bewässern.
Tipp: Wenn der Rasen leicht gelb wird, hilft ein kräftiger Regenschauer oder eine tiefgehende Bewässerung – die meisten Flächen erholen sich schnell.
Düngen und Pflegen
- Sommerdüngung: Ein Substral Langzeitdünger mit Kaliumanteil stärkt die Gräser gegen Hitze und Trockenheit.
- Dünge an kühlen Tagen oder vor Regen, damit die Nährstoffe besser aufgenommen werden.
- Wildkräuter und Moose kontrollieren: Entferne störende Pflanzen von Hand oder mit einem Unkrautstecher.
- Kanten nachstechen: So bleibt der Rasen ordentlich und gepflegt.
Tipp: Nach dem Düngen immer gründlich wässern – das verhindert Verbrennungen und sorgt für gleichmäßiges Wachstum.
Rasen im Schatten oder unter Bäumen
Schattige Rasenflächen benötigen besondere Aufmerksamkeit:
- Kürzer mähen (ca. 4 cm), damit mehr Licht an die Halme gelangt.
- Den Boden regelmäßig auflockern und leicht sanden.
- Bei Bedarf mit einer Substral Schattenrasen-Nachsaat ausbessern.
Tipp: Entferne regelmäßig heruntergefallenes Laub – es verhindert Luftzirkulation und kann zu Fleckenbildung führen.