Wollläuse an Zimmerpflanzen

Wollläuse an Zimmerpflanzen

Sind an Zimmerpflanzen weiße, wattebauschähnliche Überzüge zu erkennen, liegt womöglich ein Befall von Wollläusen vor.

Wollläuse (Pseudococcidae), die auch Schmierläuse genannt werden, sind eine etwa 1.000 Arten umfassende Familie der Schildläuse. Es handelt sich dabei um häufige, weltweit vorkommende Schädlinge, die an zahlreichen Laub- und Nadelgehölzen sowie Zimmerpflanzen auftreten.

 

Merkmale & Schadbild

Wollläuse sind circa 3 bis 6 mm groß und mit weißen, wattebauschähnlichen Wachausausscheidungen bedeckt. Diese sind auf Blättern, Stängeln und Blüten zu finden. Sie schützen die Tiere vor Fraßfeinden und Umwelteinflüssen und machen sie außerdem zu schwer bekämpfbaren Pflanzenschädlingen.

Wollläuse saugen am zuckerhaltigen Pflanzensaft und verursachen dadurch Honigtauausscheidungen. Auf diesem klebrigen Belag siedeln sich häufig Rußtaupilze an. Befallene Pflanzen verkümmern und werfen ihre vergilbenden Blätter frühzeitig ab.

 

Entwicklung

Die Weibchen produzieren ihre Eier in einem aus den Wachsfäden bestehenden "Sack" am Hinterteil. Diese legen sie gerne versteckt in Blattachseln, Hüllblättern oder im Substrat ab, weshalb ein Befall oft erst spät erkannt wird. Nach etwa 7 bis 10 Tagen schlüpfen die Jungtiere. Es vergeht ungefähr ein Monat ehe die Entwicklung zum erwachsenen Tier abgeschlossen ist. Im Freiland werden meist zwei Generationen gebildet. In Gewächshäusern und Innenräumen können sich jedoch bis zu acht Generationen pro Jahr entwickeln, da hier keine Winterruhe stattfindet. Somit kommt es oft zu einem Massenbefall an Wollläusen.

 

Maßnahmen

Es ist ratsam, Zimmerpflanzen regelmäßig zu kontrollieren, um einen Befall von Wollläusen möglichst rasch zu erkennen. Liegt ein Befall vor, empfiehlt sich zur Bekämpfung eine dreimalige Behandlung im Abstand von jeweils 10 Tagen.