Mutter, Tochter und Vater befüllen ihr Hochbeet mit unserer Substral® Naturen® Hochbeeterde Torffrei.
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Torffrei gärtnern – so funktioniert’s

Aussehen und Struktur torffreier Erde

Manche GärtnerInnen sind zunächst überrascht von der etwas „faserigen“ Struktur torffreier Erde. Da kein Torf mehr enthalten ist, kommen verschiedene andere Bestandteile zum Einsatz – und das verändert Aussehen und Haptik der Erde, besonders wenn man torfhaltige Substrate gewohnt ist. Viele dieser Bestandteile sind eben etwas faseriger als Torf, sodass du in torffreier Erde häufig kleine Stücke von Rinde oder Holz findest. Das ist ganz normal – diese Bestandteile erfüllen wichtige Aufgaben: Sie verbessern die Drainage und sorgen dafür, dass Luft an die Wurzeln gelangt.

  • Diese Stückchen solltest du nicht entfernen, denn sie sind ein wesentlicher Teil der Mischung.
  • Für die Aussaat feiner Samen ist normale torffreie Blumenerde weniger geeignet. Verwende dafür am besten eine spezielle torffreie Anzucht- und Stecklingserde, zum Beispiel: SUBSTRAL® Naturen® Erde Anzucht und Kräuter
  • Wenn du einen neuen Sack Erde öffnest, lockere den Inhalt am besten kurz mit einer kleinen Handgabel auf – besonders, wenn die Erde länger gelagert wurde. So verteilt sich die Mischung gleichmäßig und lässt sich leichter verarbeiten.

Torffreie Erden können aus verschiedenen Materialien bestehen – zum Beispiel aus Grünkompost, Rindenkompost, Kokosfasern oder Holzfasern. Dadurch kann die Farbe der Erde etwas heller sein als gewohnt, und auch der typische „erdige“ Geruch kann fehlen, den viele GärtnerInnen von torfhaltigen Erden kennen.

Hochwertige torffreie Erden – wie die von SUBSTRAL® – enthalten sorgfältig aufeinander abgestimmte Bestandteile, die trotzdem die dunkle Farbe und nährstoffreiche Struktur bieten, die die meisten GärtnerInnen bevorzugen.

Ein Man pflanzt Zitronen im Topf.

So verwendest du torffreie Erde

Torffreie Erde braucht eine sorgfältig abgestimmte Mischung verschiedener Bestandteile, damit sie optimal funktioniert. Günstige Produkte enthalten oft minderwertige Rohstoffe – das kann das Pflanzenwachstum beeinträchtigen.

  • Greif nicht zum günstigsten Produkt. Torffreie Erde braucht eine ausgewogene Mischung verschiedener Bestandteile, damit sie richtig funktioniert. In sehr billigen Erden sind oft minderwertige Rohstoffe enthalten – das kann sich negativ auf das Wachstum deiner Pflanzen auswirken.
  • Wenn du Erde für Zimmerpflanzen oder zur Aussaat kaufst, bring die Säcke am besten ins Haus, damit sie sich aufwärmen können. Für Erde, die du im Garten verwendest, gilt: Lagere sie an einem trockenen Ort, wenn du sie nicht sofort brauchst. Alle Erdensäcke haben kleine Belüftungslöcher – bleiben sie zu lange draußen, kann sich die Erde mit Regenwasser vollsaugen.
  • Für das Pflanzen in Töpfen und Kübeln: Fülle die torffreie Erde in einen Eimer oder eine Anzuchtschale und lockere sie mit einer kleinen Handgabel auf, bevor du pflanzt. So wird sie gleichmäßig durchmischt und bleibt locker.
  • Verwende in Gefäßen jedes Jahr frische Erde. Lege am Boden des Topfs oder Kübels eine Drainageschicht an, damit überschüssiges Wasser gut abfließen kann – zum Beispiel aus zerbrochenen Tontöpfen oder umgedrehten kleinen Plastiktöpfen.
  • Achte immer darauf, dass du die passende Erde für deine Pflanze verwendest. Wenn eine Pflanze saure Böden bevorzugt. Wie etwa ein Rhododendron. Solltest du eine spezielle torffreie Erde wie die SUBSTRAL® Erde Rhododendron und Hortensien verwenden.
  • Nachdem du die Pflanze eingesetzt hast, drücke die Erde vorsichtig um die Wurzeln, damit keine Hohlräume entstehen, in denen sich Wasser oder Frost sammeln kann.
  • Achte darauf, den Topf nicht zu hoch mit Erde zu füllen. Setze die Pflanze so ein, dass der Stängel etwa auf der gleichen Höhe bleibt wie im ursprünglichen Topf, und lass oben etwas Platz zum Gießen – so läuft beim Bewässern keine Erde über den Rand.

Pflanzenpflege

Pflanzen in Töpfen sind vollständig auf dich angewiesen. Du bist verantwortlich für alles, was sie brauchen – vom Gießen und Düngen über die Kontrolle auf Schädlinge und Krankheiten bis hin zum richtigen Standort, ob sonnig oder schattig. Es lohnt sich, deine Pflanzen gut kennenzulernen und auf ihre Bedürfnisse zu achten. Denk daran: Einmal pro Woche zu gießen reicht oft nicht – beobachte sie regelmäßig, dann gedeihen sie am besten.

Mutter und Kind gießen das Hochbeet mit einer Gießkanne.

Pflanzen in torffreier Erde richtig gießen

Vermeide starre Gießgewohnheiten – etwa immer mittwochs zu gießen, egal wie das Wetter ist. Wichtiger ist, dass du deine Pflanzen gut kennenlernst und dich an ihrem tatsächlichen Bedarf orientierst.

  • Torffreie Erden können aufgrund ihrer unterschiedlichen Bestandteile etwas mehr Wasser benötigen, als du vielleicht erwartest. Das ist kein Nachteil – du solltest nur regelmäßig kontrollieren, ob deine Pflanzen genug Feuchtigkeit haben.
  • Nach dem Einpflanzen solltest du immer gründlich gießen. So bekommen die Pflanzen die nötige Feuchtigkeit, die Wurzeln setzen sich besser, und du erkennst, ob du noch etwas Erde nachfüllen musst, falls sie sich nach dem Gießen setzt.
  • Nachdem das überschüssige Wasser abgelaufen ist, kannst du den Topf einmal leicht anheben. So bekommst du ein Gefühl dafür, wie schwer er ist, wenn die Erde den richtigen Feuchtigkeitsgrad hat.
  • Weil torffreie Erde häufig holzige Bestandteile enthält, wirkt sie an der Oberfläche manchmal trocken, obwohl sie innen noch feucht ist. Bevor du also zur Gießkanne greifst, steck den Finger vorsichtig in die Erde und bewege ihn leicht. Wenn er trocken und sauber herauskommt, braucht die Pflanze Wasser. Ist er hingegen feucht und etwas erdig, kannst du mit dem Gießen noch warten.
  • Auch das Gewicht des Topfs ist ein guter Hinweis: Ist er schwer wie nach dem letzten gründlichen Gießen, ist genug Wasser vorhanden. Fühlt er sich dagegen leicht an, ist es Zeit zu gießen.
  • Trocknet die Erde aus, zieht sie sich leicht vom Topfrand zurück – auch das ist ein Zeichen, dass gegossen werden muss. Ebenso verraten dir welke Blätter, dass die Pflanze durstig ist. Lass es aber am besten gar nicht so weit kommen, denn häufiges Austrocknen stresst die Pflanze und schwächt sie auf Dauer.
  • Der beste Zeitpunkt zum Gießen ist am Morgen oder am späten Nachmittag bzw. frühen Abend. Gieße dabei lieber seltener, aber durchdringend – so gelangt das Wasser tief zu den Wurzeln, wo es wirklich gebraucht wird.
  • Wenn beim Gießen das Wasser sofort unten aus dem Topf herausläuft, ist die Erde wahrscheinlich sehr trocken. Stell den Topf in diesem Fall in einen Eimer mit Wasser, der etwa bis zur Hälfte gefüllt ist, und lass ihn rund 30 Minuten lang stehen. So kann sich die Erde vollständig mit Wasser vollsaugen. Torffreie Erde lässt sich dabei viel besser wieder anfeuchten als torfhaltige.

Pflanzen in torffreier Erde richtig düngen

Viele GärtnerInnen unterschätzen, wie wichtig Düngen ist – besonders bei Pflanzen in Töpfen. Damit deine Pflanzen gesund wachsen, brauchen sie drei Hauptnährstoffe: Stickstoff (N) für kräftiges Blattwachstum, Phosphor (P) für starke Wurzeln und Kalium (K) für reiches Blühen und Fruchten. Diese Nährstoffe findest du meist auf Düngerverpackungen als NPK-Angabe mit Zahlen dahinter.

Keine Sorge – diese Zahlen sind nichts Kompliziertes, sondern geben einfach an, in welchem Verhältnis die Nährstoffe enthalten sind. Hochwertige torffreie Erden enthalten bereits diese Nährstoffe, manchmal reicht die Nährstoffversorgung für mehrere Monate, in anderen Fällen jedoch nur für wenige Wochen.

Auch wenn viele Erden also vorgedüngt sind, gibt es Pflanzen, die in torffreier Erde ihre Nährstoffe schneller aufbrauchen. In solchen Fällen ist es sinnvoll, etwas früher mit dem zusätzlichen Düngen zu beginnen, um ein gesundes, kräftiges Wachstum zu unterstützen.

Woran erkenne ich, dass meine Pflanzen Dünger brauchen?

Wenn du weißt, worauf du achten musst, ist es gar nicht so schwer zu erkennen, ob deine Pflanzen zusätzlichen Dünger benötigen. Genau wie wir können auch Pflanzen „krank“ werden und anfälliger für Schädlinge und Krankheiten sein, wenn ihnen die richtigen Nährstoffe fehlen.

  • Prüfe immer, ob in deiner Erde bereits Dünger enthalten ist. Auf den meisten Säcken steht, dass die Mischung für etwa 6 Wochen bis zu 3 Monate vorgedüngt ist.
  • Ist kein Dünger enthalten, gib beim Pflanzen einen Langzeitdünger hinzu, zum Beispiel ein kontinuierlich freisetzendes Produkt wie SUBSTRAL® Langzeit Depotdünger Balkonblumen.
  • Am einfachsten ist es, torffreie Erden zu kaufen, die bereits Dünger enthalten, wie zum Beispiel die Substral® Naturen® Erde Universal.
  • Steht deine Pflanze in einem kleinen Topf? Dann sind die Nährstoffe in der Erde schneller aufgebraucht.
  • Wächst eine Pflanze zuerst schnell und stoppt dann plötzlich? Oft ist das ein Zeichen, dass die gespeicherten Nährstoffe verbraucht sind.
  • Bei langen Trockenperioden mit häufigem Gießen werden Nährstoffe schneller ausgewaschen – das nennt man Leaching.
  • Gelbe Blätter können ein Hinweis darauf sein, dass die Pflanze Nährstoffe braucht. Sobald du das bemerkst: düngen.
  • „Hungrige“ Pflanzen wie Tomaten, Zucchini oder Rosen verbrauchen ihre Nährstoffe besonders schnell. Sobald sich Blüten oder Früchte zeigen, solltest du mit dem Düngen beginnen.

Wie und womit dünge ich richtig?

  • Topfpflanzen und Sommerblumen freuen sich über einen flüssigen Dünger, den du einmal pro Woche über die Gießkanne verabreichen kannst. Wichtig: Nie auf trockene Erde gießen!
  • Für Obst und Gemüse kannst du einen organischen Flüssigdünger verwenden, zum Beispiel Miracle-Gro Performance Organics Fruit & Veg Liquid Feed.
  • Für größere Pflanzen oder Beete eignen sich körnige Langzeitdünger. Diese streust du rund um die Pflanze (nicht direkt an den Stängel) und arbeitest sie leicht ein. Anschließend gut angießen.
  • Während der Hauptwachstumszeit hilft eine feste Routine – zum Beispiel
    „Feeding Friday“, also jeden Freitag zu düngen –, damit du es nicht vergisst.

Der ganzheitliche Ansatz

Neben dem richtigen Umgang mit torffreier Erde ist es genauso wichtig, deine Pflanzen und ihre Bedürfnisse zu kennen sowie auf die Bedingungen in deinem Garten oder Zuhause zu achten, etwa Wetter, Standort oder Licht. Die Wahl der passenden Erde ist entscheidend, aber sie ist nur der erste Schritt für erfolgreiches Gärtnern.

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