Juni im Garten – Dein monatlicher Gartenratgeber
Im Juni erreicht das Gartenjahr seinen Höhepunkt: Überall summt, blüht und wächst es, und der Garten zeigt sich von seiner üppigsten Seite. Jetzt ist Erntezeit für viele frühe Gemüsearten und Frühsorten – und gleichzeitig beginnt die Pflegephase, die den Sommer über für gesunde Pflanzen und kräftige Blüten sorgt.
Mit den längsten Tagen des Jahres steht den Pflanzen besonders viel Licht zur Verfügung. Dadurch steigen sowohl Wachstum als auch Wasserbedarf. Wer regelmäßig gießt, Wildkräuter in Schach hält und verblühte Pflanzen zurückschneidet, sorgt dafür, dass der Garten vital bleibt.
Im Juni gilt: Pflegen, ernten und genießen. Du kannst dich über erste Früchte, bunte Blumen und einen sattgrünen Rasen freuen – aber auch kleine Aufgaben wie das Düngen, Ausgeizen oder Mulchen sind jetzt besonders wichtig.
Was du im Juni pflanzen kannst und weitere Tipps für den Monat
Der Juni ist ein Monat voller Aktivitäten: Dazu zählen unter anderem die Nachsaat von Sommergemüse und die Pflege der Beete. Zu den wichtigsten Gartenarbeiten gehören jetzt, die Rosen in ihrer Pracht zu erhalten und die regelmäßige Wässerung des Rasens. Mit etwas Aufmerksamkeit bleibt dein Garten auch in heißen Wochen gesund und blühfreudig.
Gemüse
Was du im Juni pflanzen kannst
Im Juni ist der Gemüsegarten in vollem Wachstum – aber es bleibt genug Zeit, um neue Kulturen zu säen oder Lücken zu füllen. Jetzt kannst du schnellwachsende oder hitzetolerante Sorten pflanzen, die bis Spätsommer und Herbst reif werden.
Direktsaat ins Freie:
- Buschbohnen – keimen rasch in warmer Erde und liefern bis September frische Schoten.
- Rote Bete – lässt sich bis Mitte des Monats aussäen.
- Salate, Rucola und Spinat – in halbschattigen Bereichen nachsäen, um sie vor der Sommerhitze zu schützen.
- Möhren – spätere Sorten wie „Nantaise“ oder „Flyaway“ bringen süße, knackige Wurzeln im Herbst.
- Kohlrabi und Mangold – eignen sich hervorragend für den nachfolgenden Anbau auf abgeernteten Beeten.
Vorkulturen und Nachpflanzungen:
- Tomaten, Paprika und Zucchini weiter pflanzen, falls du eine späte Ernte wünschst.
- Gurken und Kürbis können bis Mitte Juni ins Beet oder in große Kübel gesetzt werden.
- Sellerie und Porree dürfen in nährstoffreiche, gut gewässerte Böden.
Tipp: Gieße bei der Aussaat mit abgestandenem, lauwarmem Wasser – das fördert gleichmäßige Keimung und schont empfindliche Samen.
Gemüse pflegen im Juni
Im Juni heißt es vor allem: gießen, lockern, düngen und ernten. Das schnelle Wachstum verlangt regelmäßige Aufmerksamkeit.
- Gießen: Früh morgens ist die beste Zeit. Gieße seltener, dafür länger und tiefgründiger – 1–2 Mal pro Woche reicht bei den meisten Kulturen.
- Richtig Mulchen: Mit Rasenschnitt oder Stroh schützt du den Boden vor Austrocknung und hältst Wildkräuter fern.
- Düngen: Starkzehrer wie Tomaten, Kürbis und Zucchini profitieren von organischem Flüssigdünger, von stärkenden und vitalisierenden Substral-Varianten.
- Ausgeizen: Bei Tomaten regelmäßig Seitentriebe entfernen, um mehr Energie in die Früchte zu lenken.
- Beete lockern: Nach Regenfällen leicht hacken, um Krustenbildung zu verhindern und Sauerstoff in den Boden zu bringen.
Tipp: Eine Mulchschicht hilft, die Bodenfeuchtigkeit zu halten – besonders während heißer Tage.
Was du im Juni ernten kannst
Im Juni wird der Gemüsegarten zur Vorratskammer des Sommers – täglich gibt es etwas zu pflücken oder zu schneiden.
- Erbsen, Bohnen und Zucchini – jung ernten, solange die Schoten zart sind.
- Salat, Spinat und Rucola – regelmäßig schneiden, damit neue Blätter nachwachsen.
- Frühkartoffeln – vorsichtig mit der Grabegabel ausheben, wenn die Pflanzen zu blühen beginnen.
- Radieschen, Kohlrabi und Mangold – frisch genießen, solange sie zart sind.
- Kräuter wie Basilikum, Dill und Petersilie – regelmäßig ernten, um buschiges Wachstum zu fördern.
Tipp: Ernte an kühlen Morgenstunden – das sorgt für knackiges, aromatisches Gemüse, das sich länger hält.
Obst
Was du im Juni pflanzen kannst
Im Juni ist die Hauptpflanzzeit im Obstgarten abgeschlossen, doch du kannst weiterhin Beerensträucher und Erdbeeren im Topf pflanzen. Außerdem eignet sich der Monat hervorragend, um bestehende Pflanzen zu pflegen und zu vermehren.
- Erdbeeren – neue Sorten im Topf setzen oder bestehende Pflanzen durch Ausläufer vermehren.
- Brombeeren, Himbeeren und Johannisbeeren – getopfte Pflanzen können noch eingesetzt werden, solange sie gut gewässert werden.
- Säulenobst – ideal für kleine Gärten oder Balkone; lässt sich noch problemlos pflanzen.
- Melonen – in warmen Regionen ins Freie setzen; sie brauchen sonnige, geschützte Plätze und humosen Boden.
Tipp: Bei Neupflanzungen den Boden gut vorbereiten: Erde tief lockern, Kompost oder eine Substral Erde mit einarbeiten und nach dem Pflanzen großzügig wässern.
Obst pflegen im Juni
Im Juni ist Pflege- und Erntezeit im Obstgarten. Viele Pflanzen stehen in voller Blüte oder beginnen mit der Fruchtbildung.
- Erdbeeren mulchen: Stroh unterlegen, um Früchte sauber zu halten und Fäulnis vorzubeugen.
- Blüten entfernen: Bei neu gepflanzten Erdbeeren Blüten abzupfen, damit die Pflanzen kräftige Wurzeln bilden.
- Obstbäume wässern: Trockenperioden können junge Früchte schädigen. Einmal pro Woche durchdringend gießen.
- Junge Triebe auslichten: Bei Beerensträuchern alte, schwache Äste entfernen, damit Licht und Luft eindringen.
- Düngung: Nach der Blüte leicht nachdüngen, z. B. mit Kompost oder einem Substral Beerendünger.
Tipp: Achte bei warmem Wetter auf Blattläuse, Raupen und Echten Mehltau – frühes Eingreifen verhindert größere Schäden.
Was du im Juni ernten kannst
Jetzt beginnt die Hauptsaison für frisches Obst. Viele Sorten erreichen ihren ersten Höhepunkt.
- Erdbeeren – regelmäßig pflücken, um Fäulnis zu vermeiden; am besten an trockenen Tagen.
- Johannisbeeren – frühreifende Sorten werden ab Mitte des Monats reif.
- Rhabarber – letzte Ernte bis Ende Juni, danach sollte die Pflanze Ruhe bekommen.
- Kirschen – ab Mitte bis Ende des Monats erntebereit, je nach Sorte.
- Stachelbeeren – noch leicht unreif geerntet, besonders aromatisch in Kompott oder Kuchen.
Tipp: Pflücke Früchte immer behutsam mit Stiel oder Stielansatz – das verlängert die Haltbarkeit und verhindert Druckstellen.
Blumen & Stauden
Was du im Juni pflanzen kannst
Im Juni ist der Garten in voller Blüte – aber es bleibt noch genug Zeit, um neue Pflanzen zu setzen oder Lücken in den Beeten zu füllen.
- Sommerblumen nachpflanzen: Zinnien, Cosmeen, Ringelblumen und Löwenmäulchen wachsen auch bei später Pflanzung rasch heran.
- Stauden und Gräser setzen: Lavendel, Salbei, Fetthenne, Pfingstrosen, Tränendes Herz, Phlox, Sonnenhut und Ziergräser lieben die Wärme und wurzeln schnell ein.
- Zwiebel- und Knollengewächse für den Herbst wie Herbstkrokusse, Dahlien, Herbst-Anemonen, Alpenveilchen oder Herbstzeitlose können bereits vorbereitet oder vorgezogen werden.
- Kübelpflanzen ergänzen: Geranien, Petunien oder Fuchsien können noch eingesetzt werden, um Balkon und Terrasse zu füllen.
Tipp: Pflanze in den kühleren Abendstunden – das reduziert Verdunstung und hilft den Wurzeln, sich besser zu etablieren.
Pflanzenpflege im Juni
Im Juni erfordern Blumenbeete und Stauden regelmäßige Pflege, um die Blütezeit zu verlängern.
- Verblühtes regelmäßig entfernen: So werden neue Blüten gefördert und Samenbildung verhindert.
- Düngen: Eine Gabe Substral-Flüssigdünger alle zwei Wochen hält die Blühkraft hoch.
- Wässern: Besonders an heißen Tagen morgens oder abends intensiv gießen. Topfpflanzen täglich prüfen.
- Mulchen: Eine dünne Schicht Rindenmulch oder Rasenschnitt hält den Boden kühl und feucht.
- Beete auflockern: Nach Regenfällen leicht hacken, um die Krustenbildung zu vermeiden.
Tipp: Entferne regelmäßig Wildkräuter zwischen Stauden – diese konkurrieren um Nährstoffe und Licht.
Rosen & Sträucher
Was du im Juni pflanzen kannst
Containerpflanzen wie Rosen, Hortensien oder Ziersträucher können auch im Juni gesetzt werden, sofern sie gut gewässert werden.
- Rosen – Erde tief lockern, Kompost oder eine Substral Erde einarbeiten und die Veredelungsstelle 3–5 cm unter der Erdoberfläche setzen.
- Hortensien – in halbschattigen Lagen pflanzen, wo sie vor Mittagssonne geschützt sind.
- Immergrüne Sträucher wie Liguster, Kirschlorbeer, Stechpalmen, Eiben, Mahonien oder kleinwüchsige Koniferen wachsen bei gleichmäßiger Feuchtigkeit gut an.
Tipp: Nach dem Pflanzen eine Mulchschicht auftragen – das hält den Boden feucht und verhindert das Aufkeimen von Wildkräutern
Rosen und Sträucher pflegen im Juni
Der Juni ist der Monat der Rosenblüte – jetzt brauchen sie viel Wasser und Nährstoffe, um gesund zu bleiben und weiter zu blühen.
- Rosen regelmäßig wässern: Besonders bei Trockenheit tiefgründig gießen, statt häufig oberflächlich.
- Verblühte Blüten entfernen: So bilden sich neue Knospen schneller.
- Düngen: Eine leichte Nachdüngung nach der ersten Blüte stärkt die Pflanze.
- Krankheiten kontrollieren: Auf Echten Mehltau und Sternrußtau achten. Betroffene Blätter entfernen und befallene Pflanzenteile entsorgen. Betroffene Pflanzen mit Substral Grundstoffen und Vital-Produkten gezielt unterstützen.
- Sträucher nach der Blüte schneiden: Frühblühende Arten wie Forsythien, Zaubernuss, Schneeball, Flieder, Spieren oder Zierjohannisbeeren können jetzt in Form gebracht werden.
Tipp: Entferne Wildtriebe an der Basis veredelter Rosen – sie entziehen der Hauptpflanze Energie und verhindern kräftiges Wachstum.
Wie du deinen Rasen im Juni pflegst
Im Juni erreicht der Rasen seine aktivste Wachstumsphase. Mit der richtigen Rasenpflege bleibt er auch bei Hitze und Trockenheit dicht, sattgrün und gesund.
Regelmäßig mähen
- Mähe den Rasen mindestens einmal pro Woche, bei starkem Wachstum auch häufiger.
- Kürze die Halme um höchstens ein Drittel, damit er trocken- und hitzestabil bleibt.
- Verwende scharfe Messer – stumpfe Klingen reißen die Halme auf und fördern Krankheiten.
- Mähe an heißen Tagen am späten Nachmittag oder Abend, um die Grasnarbe nicht zu verbrennen.
Tipp: Ein regelmäßiger Schnitt regt das Wachstum an und hilft, Wildkräuter und Moose zu verdrängen.
Rasen düngen und wässern
Im Juni ist der ideale Zeitpunkt für eine zweite Rasendüngung. Das stärkt den Rasen vor den heißen Sommerwochen.
- Verwende einen Substral Langzeitdünger mit hohem Stickstoffanteil, um Wachstum und Grünfärbung zu fördern.
- Dünge an kühleren Tagen oder vor einem Regenschauer.
- Wässere nach dem Düngen gründlich, damit sich die Nährstoffe gleichmäßig verteilen und von den Wurzeln aufgenommen werden können..
Bewässerung:
- Gieße ein- bis zweimal pro Woche tiefgründig, statt täglich oberflächlich.
- 15–20 Liter Wasser pro Quadratmeter reichen aus, um Wurzeln tief zu versorgen.
- Morgens gießen ist ideal – so trocknen die Halme bis zum Abend und Pilzkrankheiten werden vermieden.
Tipp: Bei anhaltender Trockenheit lieber seltener, aber intensiver wässern – das fördert tiefes Wurzelwachstum.
Rasenpflege bei Hitze
Heiße Tage im Juni können den Rasen stark beanspruchen. Mit ein paar einfachen Maßnahmen bleibt er belastbar:
- Schneide nicht zu kurz – 5 cm Höhe schützt vor Austrocknung.
- Vermeide Betreten bei extremer Hitze, um Druckstellen zu verhindern.
- Entferne Schnittgut und Laub, damit der Rasen atmen kann.
- Prüfe bei Bedarf die Bewässerungsanlage – gleichmäßige Verteilung ist entscheidend.
Tipp: Wenn der Rasen dennoch gelb wird, keine Panik – bei regelmäßiger Pflege erholt er sich nach dem nächsten Regen meist von selbst.