Orchideen und ihre Pflege

Orchideen sind exotische Schönheiten, die sich auch bei uns großer Beliebtheit erfreuen und zahlreiche Wohnräume zieren.

 

Vorkommen & Merkmale

Mit mehr als 20.000 Arten bilden Orchideen eine der größten Pflanzenfamilien. In gemäßigten Breiten treten sie als sogenannte "Erdorchideen" auf, und mischen sich unter die Wald- und Wiesenblumen, wie beispielsweise das Knabenkraut (Orchis).

Das Hauptverbreitungsgebiet der Orchideen liegt in den Tropen und Subtropen, wo sie als "Epiphyten" (Aufsitzerpflanzen) auf Bäumen und anderen Pflanzen wachsen. Dieser spezielle Lebensraum zeichnet sich durch einen steten Wechsel zwischen starken Regenfällen und Trockenperioden aus. Orchideen haben spezielle Anpassungen entwickelt, um mit diesen Umweltbedingungen zurechtzukommen:

Wasserspeicherung:
Viele Orchideen besitzen dick-ledrige Blätter und/oder Sprossknollen, in denen sie Wasser speichern.

Luftwurzeln:
Die meisten Orchideen entwickeln Luftwurzeln. Diese sind von einem weißlichen Überzug, dem sogenannten "Velamen", umhüllt. Dabei handelt es sich um abgestorbene Zellen, die wie ein Schwamm Wasser und die darin enthaltenen Nährstoffe speichern.

Beliebt sind Orchideen vor allem aufgrund ihrer auffälligen Blüten, die je nach Art in den unterschiedlichsten Blütenformen und -farben ausgeprägt sein können.

 

Tierische Schädlinge:

Diverse Schädlinge können aufgrund ihrer Saugtätigkeit Orchideen massiv schädigen, wie z. B.:

Schildläuse: Blätter, Blütenstängel und -blätter können von Schildläusen befallen sein. Bei ihrer Saugtätigkeit tritt klebriger Honigtau aus, der häufig von Rußtaupilzen besiedelt wird.

Wollläuse: Gleichsam wie Schildläuse schädigen Wollläuse Blätter, Stängel und Blüten durch ihre Saugtätigkeit. Honigtau und Rußtaupilze treten ebenfalls auf. Wollläuse sind anhand ihrer wattebauschähnlichen Wachsausscheidungen zu erkennen.

Spinnmilben: Auf den Blättern zeigen sich feine, weißliche Sprenkelungen, die später verbräunen. Anschließend kommt es zum Blattfall. Bei starkem Befall können feine Gespinste sichtbar sein.

Maßnahmen:
Schild- und Wollläuse, Spinnmilben sowie weitere Schädlinge an Orchideen wie z. B. Blattläuse und Thripse können durch Spritzungen mit Substral Celaflor® Schädlingsfrei Careo® für Orchideen & Zierpflanzen** rasch und zuverlässig bekämpft werden (3 Anwendungen im Abstand von je 10 Tagen). Aufgrund seiner voll systemischen Wirkung werden saugende Schädlinge auch dann erfasst, wenn sie nicht direkt besprüht werden. Außerdem zeichnet sich Substral Celaflor® Schädlingsfrei Careo® für Orchideen & Zierpflanzen** durch seine sehr gute Pflanzenverträglichkeit an Orchideen und anderen Zierpflanzen aus.

 

Pilzerkrankungen:

Als Folgeerscheinung der zuvor genannten Pflegeprobleme, insbesondere bei zu nasser Kulturführung und unausgewogener Nährstoffversorgung treten häufig Pilzerkrankungen auf:

Wurzelhalsfäule: Verschiedene Pilzerreger (z. B. Fusarium, Phytophthora) führen zum Welken, Verbräunen und schließlich Abfallen der Blätter. An der Blattbasis sowie an Stängeln und Wurzeln entstehen Faulstellen. Je nach Art des Pilzes und der befallenen Orchidee können die Symptome unterschiedlich ausgeprägt sein. Bei hoher Luftfeuchte ist oft ein rosa Sporenrasen zu sehen.

Blattfleckenkrankheit: Runde, braune Blattflecken, die scharf vom gesunden Gewebe abgegrenzt sind, werden häufig vom pilzlichen Erreger Colletotrichum verursacht. Bei manchen Orchideenarten wie Phalaenopsis oder Odontoglossum zeigen sich die Flecken v. a. an der Sprossbasis.

Maßnahmen:
Zur Vorbeugung gegen Pilzerkrankungen sollte Blattnässe und zu häufige Bewässerung vermieden werden! Befallene Pflanzen separieren. Wird an der Orchidee Wurzelhalsfäule festgestellt, ist sie kaum noch zu retten und sollte entfernt werden. Wenn möglich, können von gesunden Stellen aber noch Ableger gemacht werden! ​Die Blattfleckenkrankheit kann mittels Spritzungen mit Substral Celaflor®Pilzfrei Saprol®** bekämpft werden (2 Anwendungen im Abstand von je 10 Tagen). Nach eigenen Erfahrungen werden im Rahmen der Rostbekämpfung auch Blattfleckenpilze miterfasst (Nebenwirkung).

 

Schadursachen

Eine Reihe an Krankheiten und Schädlingen kann den Orchideen schwer zu schaffen machen.

Pflegeprobleme:

Wenn die Orchidee kümmert, sind häufig unbelebte, sogenannte "abiotische" Schadursachen der Grund dafür. Diese können auch als "Pflegeprobleme" aufgefasst werden. Dazu zählen ungünstige Verhältnisse hinsichtlich Standort, Wasser- und Nährstoffversorgung oder zu hohe/tiefe Temperaturen:

Sonnenbrand: Blätter zeigen einzelne, oft rundliche, braune oder schwarze Stellen. Später bleicht das geschädigte Gewebe aus.

Kälteschäden: Die Temperaturansprüche der Orchideen sind je nach Art unterschiedlich. Phalaenopsis beispielsweise leidet bei Temperaturen unter 10 bis 13 °C. Dabei platzen die Zellen, wodurch glasige Stellen auf den Blättern auftreten. Kälteschäden können auch zu einer plötzlichen Welke aller Blüten am gleichen Blütenstängel führen.

Ungünstige Bewässerung: Bei Wassermangel werden die Blätter welk. Häufig wird jedoch zu viel gegossen, woraufhin die Blätter weich und schlapp werden. Pilzerkrankungen sind oft die Folge. Je nach Art können Orchideen auch auf eine unregelmäßige Bewässerung empfindlich reagieren. Bei Miltonia beispielsweise bewirkt ein starker Wechsel von Feuchtigkeit und Trockenheit eine zieharmonikaartige Verformung der Blätter.

Maßnahmen:
Durch eine artspezifisch angepasste Standortwahl, Wasser- und Nährstoffversorgung lassen sich abiotische Schäden am besten vermeiden!

 

Vermehrung

Bei einigen Orchideenarten wie beispielsweise Phalaenopsis (Malaienblume) ist häufig zu beobachten, dass sich mit der Zeit Wurzeln und Blätter an den Blütenständen bilden. Diese Ableger heißen "Kindel" oder "Keiki" und sind optimal geeignet, um die Orchidee zu vermehren. Sobald die Kindel aus mindestens zwei Blättern bestehen und Wurzeln von mehreren Zentimetern Länge aufweisen, können sie abgeschnitten und in spezielles Orchideensubstrat wie Substral® Orchideen-Erde eingetopft werden.

 

Standort & Pflege

Viele Orchideen mögen einen hellen, aber nicht zu stark sonnigen Standort bei Zimmertemperatur. Nachts sollte die Temperatur um 2 bis 4°C gesenkt werden. Im Winter mögen Orchideen meist kühlere Temperaturen von circa 15 °C. Dies gilt jedoch nicht für Paphiopedilum (Frauen-/Venusschuh) und die beliebte Phalaenopsis, die sich auch im Winter bei normaler Zimmerwärme wohl fühlen.

Gießen:
Orchideen benötigen eine gute Durchlüftung des Substrats und eine gute Wasserführung. Bei der Bewässerung lautet die Devise: Weniger ist mehr! Am besten mit kalkarmem, temperiertem Wasser mäßig gießen. Die Wassermenge hängt wesentlich vom Substrat ab: Stark zersetzte Substrate benötigen geringere Wassermengen, da sie in der Regel die Feuchtigkeit länger halten als grobe Substrate. Staunässe ist auf jeden Fall zu vermeiden, um Wurzelfäulnis zu verhindern.
Wichtig ist zudem, dass kein Wasser auf die Blüten gelangt, da ansonsten pilzlich bedingte dunkle Flecken auftreten können.

Düngen:
Während der Wachstumszeit sollten Orchideen regelmäßig gedüngt werden. Alle zwei Wochen eine Düngegabe mit Substral® Orchideen Nahrung im Gießwasser oder alle zwei Monate mit Substral® Orchideen Dünger-Stäbchen sorgen für eine bedarfsgerechte Versorgung. Von Oktober bis Februar sollte die Düngefrequenz auf nur maximal einmal pro Monat reduziert werden.