Der Maulwurf

Rasenflächen und auch Gartenbeete können von kuppelförmigen Erdhaufen regelrecht durchsetzt sein. Diese sogenannten „Maulwurfshügel“ sind das Resultat der Grabtätigkeit von Maulwürfen, die sich auf der unermüdlichen Suche nach Regenwürmern und anderen Insekten durch den Garten graben.

 

Merkmale

Der Europäische Maulwurf (Talpa europea) gehört zur Ordnung der Insektenfresser. Sein walzenförmiger, bis zu 15 cm langer Körper und die zu „Grabschaufeln“ umgebildeten Vorderbeine machen den Maulwurf zu einem perfekten Tunnelgräber. Als Tast- und Geruchssinnesorgan dient ihm seine rüsselartige Nase mit den zahlreichen Tasthaaren. Ohren und Augen sind hingegen nur gering entwickelt. Auffällig ist auch, dass sein schwarzes Fell keinen Strich aufweist. Dies hat den Vorteil, dass er sich im verzweigten Tunnelnetz fast genauso gut rückwärts wie vorwärts fortbewegen kann. Der Maulwurf ist somit perfekt an seinen Lebensbereich angepasst.

 

Ein eifriger Tunnelgräber

Der Maulwurf verbringt den größten Teil seines Lebens unter der Erde. Maulwürfe sind Einzelgänger, Männchen und Weibchen kommen nur zur Paarungszeit im März/April zusammen. Ein ausgewachsenes Tier kann ein Revier von circa 2000 m² besiedeln. Im Garten ist er häufig ein ungebetener Gast, da er weit verzweigte Gangsysteme anlegt. Die Gänge liegen meist nur circa 10 bis 20 cm unter der Erde. Diese dienen ihm als „Jagdgänge“, in denen er Regenwürmer, Käfer, Larven und andere Insekten erbeutet. Darüber hinaus legt er in einer Bodentiefe von circa 60 bis 100 cm bis zu zehn Vorratskammern und ein Schlafnest an.

Die bei seiner Bautätigkeit anfallende Erde wird mit Hilfe der Schnauze und der Grabschaufeln an die Erdoberfläche befördert, wodurch die ungeliebten Maulwurfshügel entstehen. Ein erwachsener Maulwurf kann pro Tag bis zu 20 Hügel produzieren. Rasenflächen werden dadurch unansehnlich.

 

Maulwurfshügel oder Wühlmaushügel?

Die Erdhaufen von Maulwürfen unterscheiden sich in mehreren Merkmalen von jenen der Wühlmäuse:

  • Größe und Form: Maulwurfshügel sind eher kuppelförmig und meist um einiges größer als die flacheren, länglichen Wühlmaushügel.
  • Querschnitt: Die Gänge des Maulwurfs haben einen rundlichen bis breitovalen Querschnitt, jene der Wühlmaus sind hingegen hochoval.
  • Gangverlauf: Unterhalb des Maulwurfhügels verläuft der Gang in beide Richtungen. Wühlmäuse werfen die Erde schräg nach oben hin aus, sodass der Gang unterhalb des Hügels nur in eine Richtung verläuft.
  • Erdmaterial: Die Erde von Wühlmaushügeln weist Pflanzenteile auf, wohingegen Maulwurfshügel frei davon sind.

 

Immer hungrig

Im Gegensatz zu Wühlmäusen ernähren sich Maulwürfe ausschließlich von tierischer Kost. Ein einzelnes Tier frisst täglich mehr als die Hälfte seines eigenen Gewichtes (d. h. mehr als 50 g pro Tag)! Dies entspricht knapp 20 kg pro Jahr.

 

Maßnahmen

Der Maulwurf steht unter Naturschutz und darf daher nicht getötet werden. Erlaubt ist, ihn zu vertreiben. Aufgrund seines gut ausgeprägten Geruchssinns wirken Geruchsstoffe (so genannte Repellents) in der Regel sehr gut. Ist der Maulwurf noch nicht in den eigenen Garten eingedrungen und soll dies so bleiben, empfiehlt sich ein vorbeugender Einsatz von Substral Celaflor® Maulwurf-Frei*. Diese Duftkugeln sondern einen für die Tiere unangenehmen Geruch ab: 1 Kugel pro Quadratmeter mittels Spaten circa 15 cm tief in den Boden legen und den Spalt zutreten.

Bei bereits vorhandener Maulwurf-Besiedlung sollten die Kugeln von Substral Celaflor® Maulwurf-Frei* direkt in die Gänge gegeben werden (1 bis 2 Kugeln pro Laufmeter).

Alternativ können Maulwürfe mit Substral Celaflor® Wühlmaus-Gas Arrex®** vergrämt werden. Dieses Granulat setzt in Verbindung mit Bodenfeuchtigkeit ein Gas frei, das die Tiere vertreibt. Pro Bau werden 20 g eingelegt und anschließend abgedeckt.