Die Vielfalt der Unkräuter

Die Vielfalt der Unkräuter

Unkraut ist nicht gleich Unkraut. Unkräuter haben unterschiedliche Strategien entwickelt, um sich zu vermehren, ungünstige Witterungsbedingungen zu überdauern und sich auf diese Weise massiv auszubreiten.

"Unkräuter" ist ein Sammelbegriff für unerwünschte Pflanzen, die den einheitlichen Gesamteindruck einer Rasenfläche stören oder aufgrund ihrer stärkeren Konkurrenzfähigkeit die gewünschten Rasengräser verdrängen. Außerdem entziehen Unkräuter den Rasengräsern wertvolle Nährstoffe, Wasser und durch Beschattung auch Licht.

Unkräuter kommen in einer großen Vielfalt vor. Eine Einteilung ist anhand von Merkmalen wie Anzahl der Keimblätter, Lebensdauer und Vermehrung möglich:

 

Keimblätter

  • Zweikeimblättrige Unkräuter: Diese entwickeln bei der Keimung zwei Keimblätter. Dazu zählen herkömmliche Unkräuter, wie z. B. Löwenzahn, Ehrenpreis und Klee.
  • Einkeimblättrige Unkräuter: Der junge Keimling besitzt nur ein Keimblatt. Dazu gehören unerwünschte Gräser, auch "Ungräser" genannt, wie beispielsweise Hirse und Quecke.

 

Lebensdauer

  • Einjährige Unkräuter: Sie vollziehen ihren Entwicklungszyklus innerhalb eines Jahres. Nachdem die in der Blüte gebildeten Samen reif sind, werden diese zur Vermehrung entlassen und die Pflanze stirbt ab. Einjährige Unkräuter vermehren sich somit über Samen, die im Boden überdauern. Aus ihnen keimen im nächsten Jahr neue Unkräuter.
  • Beispiele: Hirse, Einjähriges Rispengras, Gewöhnliche Vogelmiere
  • Mehrjährige Unkräuter: Diese Pflanzen leben viele Jahre lang und bilden erst in den Folgejahren nach der Keimung ihre Blüten und Samen. Dazu zählt die Mehrzahl der Unkräuter, wie z. B. Löwenzahn, Gänseblümchen, Wegerich, Giersch, Ehrenpreis, auch "Ungräser" wie die Quecke.

Vermehrung und Überdauerung

Unkräuter haben unterschiedliche Strategien entwickelt, um sich zu vermehren und ungünstige Umweltbedingungen zu überstehen:

  • Samen: Diese können durch den Wind über weite Strecken verbreitet werden und im Boden überdauern, weshalb sie eine wichtige Vermehrungsstrategie darstellen. Einjährige Unkräuter vermehren sich ausschließlich über Samen. Mehrjährige Unkräuter entwickeln neben Samen noch weitere Formen zur Vermehrung.
  • Ausläufer: Zahlreiche mehrjährige Unkräuter entwickeln verlängerte, kriechende Seitensprosse, sogenannte Ausläufer. Beispielsweise bei Horn-Sauerklee und Gundermann verlaufen diese nahe der Bodenoberfläche. Unterirdische, horizontal verlaufende Sprossachsen werden als "Rhizome" bezeichnet. Diese werden z. B. von Giersch oder Brennnessel gebildet.
  • Pfahlwurzeln: Viele Unkräuter bilden fleischige, besonders tief reichende Wurzeln, in denen sie wichtige Reservestoffe speichern, um im nächsten Jahr wieder auszutreiben. Die Pfahlwurzel des Löwenzahns beispielsweise kann bis zu 2 m tief reichen. Die Acker-Kratzdistel entwickelt eine sogar bis zu 3 m tiefe Pfahlwurzel. Aus dieser gehen zahlreiche horizontal verlaufende Seitenwurzeln hervor, die sich 2 bis 3 m pro Jahr ausbreiten können.
Bitte beachten: Werden Ausläufer, Rhizome oder Seitenwurzeln durch mechanische Bodenbearbeitung z. B. beim Umgraben mit dem Spaten geteilt, kann sich aus den Teilstücken eine neue Pflanze entwickeln und es kommt zur massiven Vermehrung!

 

Bekämpfung:

Wenn Unkraut nur in geringem Umfang im Rasen auftritt, kann es punktuell gejätet oder ausgestochen werden. Sobald es jedoch Überhand im Rasen nimmt, sind effektive Unkrautvernichter gefragt: Im Rasen dürfen lediglich sogenannte Rasen-Unkrautvernichter wie Celaflor Rasen-Unkrautfrei Weedex** beziehungsweise Dünger mit Unkrautvernichtern wie Substral Rasendünger mit Unkrautvernichter** eingesetzt werden. Diese Mittel können bei der Behandlung zwischen Rasen und Unkraut unterscheiden, wodurch es bei richtiger Anwendung zu keiner Rasenschädigung kommt.

Mit Substral Rasendünger mit Unkrautvernichter** ist es möglich, typische zweikeimblättrige Rasenunkräuter zu bekämpfen und gleichzeitig den Rasen für einen Zeitraum von bis zu 100 Tagen zu düngen. Wenn der Rasen bereits gedüngt wurde, empfiehlt sich zur Unkrautbekämpfung Celaflor Rasen-Unkrautfrei Weedex**. Aufgrund seines Vier-Wirkstoff-Mixes bekämpft er etwa 40 Unkrautarten erfolgreich - einschließlich Sauerklee und andere besonders hartnäckige Unkräuter wie Kratzdistel.

Auf jungem Rasen empfiehlt sich der Einsatz von Celaflor Rasen-Unkrautfrei Anicon-Ultra®**. Dieses Produkt kann bereits zwei Monate nach der Aussaat oder Verlegung von Rollrasen angewendet werden. Damit werden Unkräuter wie z. B. Weißklee, Gänseblümchen, Löwenzahn, Wegerich etc. schon im Ansaatjahr bekämpft! Celaflor Rasen-Unkrautfrei Anicon-Ultra®** ist als Konzentrat (mit 250 mL oder 500 mL Inhalt), sowie als anwendungsfertiges Spray (750 mL Inhalt) erhältlich.