7 Tipps für einen gesunden Rasen
Rasenpflege

7 Tipps für einen gesunden Rasen

Rasenpflege leicht gemacht: 7 Tipps für einen gesunden Rasen

Ein sattgrüner, dichter Rasen ist das Herzstück jedes Gartens – kühl unter den Füßen im Sommer und weich wie ein Teppich. Ein gesunder Rasen macht jeden Garten noch schöner. Wenn du dich fragst, wie du deinen Rasen richtig pflegst und ihn das ganze Jahr über in Bestform hältst, folge unserer Anleitung zur Rasenpflege für einen gesunden Rasen, den du den ganzen Sommer über genießen kannst. 

1. Unkraut und Moos im Rasen beseitigen

Wildkräuter und Moos im Rasen können selbst in den bestgepflegten Gärten auftreten. Sie verschlechtern nicht nur die Optik deines Rasens, sondern konkurrieren auch mit dem Gras um Wasser und Nährstoffe – deshalb müssen sie unter Kontrolle gehalten werden. Die Entfernung von Wildkraut ist fast immer der erste Schritt für jegliche weitere gewünschte Rasenpflege.  

Wie immer gilt die Faustregel: Vorsorge ist besser als Nachsorge, auch für den Rasen. Demnach sollte man möglichst proaktiv gegen die Ausbreitung vom Wildkraut vorgehen. In erster Linie hilft regelmäßiges Rasenmähen, bevor die Wildkräuter blühen und Samen produzieren. Einige der häufigsten Rasenunkräuter wie Löwenzahn, Klee und Wegerich haben außerdem ein ausgeprägtes Wurzelwerk. Es ist daher essenziell, die gesamte Wurzel zu entfernen, damit diese Wildkräuter nicht nachwachsen.

Wenn du einen großen Rasen hast, in dem sich Wildkraut ausgebreitet hat, kann die Anwendung eines Rasenunkrautvernichters sinnvoll sein, um die Situation wieder unter Kontrolle zu bekommen. Rasenunkrautvernichter sind speziell dafür entwickelt, Wildkräuter im Rasen zu bekämpfen, ohne das Gras dabei zu schädigen. Sie sind am wirksamsten, wenn man sie als Teil der Rasenpflege im Frühjahr oder als Sommerpflege anwendet, wenn sowohl das Gras als auch Wildkraut kräftig wachsen. Befolge immer die Anweisungen des Herstellers bei der Anwendung von Rasenunkrautvernichtern. So erzielst du die besten Ergebnisse und sicherst eine sachgerechte Anwendung.  

Moos und Klee im Rasen

Moos und Klee: Zwei an sich sehr ansehnliche jedoch unerwünschte Pflanzen im Rasen, die häufig anzutreffen sind. Moos neigt dazu, in feuchten, schattigen Bereichen zu wachsen, besonders in verdichtetem oder schlecht drainiertem Boden, wo Rasengräser Schwierigkeiten haben, Fuß zu fassen. Kleine Moosflächen kann man einfach mit einem Laubrechen ausharken. Wenn jedoch zu viel Moos im Rasen ist, um es von Hand zu bewältigen, wendet man am besten einen Moosentferner an.

Diese einfachen Tipps zur Rasenpflege können die Ansammlung von Moos in deinem Rasen reduzieren:  

- Belüfte den Boden als Teil deiner Herbst- oder Frühjahrspflege – das reduziert Verdichtung und verbessert die Drainage

- Sorge dafür, dass dein Rasen so viel Sonnenlicht wie möglich erhält  

- Säe schattentolerantes Rasensaatgut wie Substral® Der Schattige in schattigen Bereichen

Klee im Rasen lässt sich durch eine Kombination aus mechanischem Entfernen, gezieltem Einsatz eines Unkrautvernichters und verbesserter Rasenpflege bekämpfen. Wichtig ist, die Ursachen anzugehen: Meist deutet Klee auf Stickstoffmangel im Boden hin, daher hilft regelmäßiges Düngen mit einem speziellen Substral® Rasendünger, das Gras zu stärken und den Klee zu verdrängen. 

2. Rasen belüften

Gehen, Laufen, Spielen – all die Dinge, die man gerne auf dem Rasen macht, verdichten allmählich den Boden. Dabei wird die Luft herausgedrückt, sodass der Boden nicht mehr gut drainiert und Nährstoffe die Graswurzeln nicht erreichen können. Einer der besten Tricks für die Rasenpflege, um deinen Rasen gesund zu halten, ist die jährliche Belüftung des Bodens. Dieser Schritt gilt als eine wesentlich schonendere Methode als das Vertikutieren, da die Wurzeln weitgehend ungestört bleiben. Den Rasen belüften kann man theoretisch nach jedem Mähen.

Bei kleinen Rasenflächen kannst du am einfachsten auf das klassische Mittel zurückgreifen: Eine Gartengabel. Sticht man die Zinken der Gabel etwa 10 bis 15 cm tief in den Boden und gibt leicht Gewicht darauf, so hilft es, Verdichtungen im Boden aufzubrechen. Gleichzeitig lassen die von den Gabelzinken verbleibenden Löcher Luft und Wasser tiefer in den Boden gelangen, wo die Graswurzeln sie brauchen.

Versetze die Gabel Stück für Stück und wiederhole den Vorgang, bis du den gesamten Rasen abgedeckt hast. Bei großen Rasenflächen ist es am einfachsten, einen mechanischen Rasenlüfter oder Aerifizierer zu verwenden.  

3. Rasen vertikutieren

Während des Wachstums kann sich im Rasen Filz bilden – eine Schicht aus abgestorbenem Pflanzenmaterial, die sich um die Graswurzeln ansammelt. Filz verhindert, dass Wasser und Dünger den Boden erreichen und das Gras versorgen. Deshalb ist seine Entfernung ein wichtiger Teil einer Rasenpflegeroutine.

Filz kann durch das Vertikutieren entfernt werden – mit anderen Worten, durch das Herausharken des abgestorbenen Pflanzenmaterials. Bei kleinen Rasenflächen kann man das manuell mit einem Laubrechen machen. Neben der Entfernung von Filz schwächt das Vertikutieren auch Wildkraut, indem es seine Blätter sowie Wurzeln beschädigt. Je nach Flächengröße kann es jedoch auch ratsam sein, einen mechanischen Vertikutierer zu verwenden.  

Den Rasen zu vertikutieren, wird normalerweise als Teil der Frühlingspflege durchgeführt, kann aber auch im Herbst gemacht werden. Da das Vertikutieren die Wurzeln stark beansprucht, sollte man es höchstens zweimal im Jahr anwenden – und das nur wenn es absolut notwendig ist.

Wenn du den Rasen vertikutierst, sollte zuerst kurz gemäht werden. Achte außerdem darauf, dass du den Vertikutierer sowohl längs als auch quer über die Fläche führst, um effektiv und gleichmäßig alles Abgestorbene zu entfernen. Bei kahlen Stellen kannst du anschließend Rasensand streuen für eine bessere Belüftung im Boden. Um neues Wachstum anzuregen, hilft es, nach dem Vertikutieren mit robusten Substral® Grassamen nachzusäen. 

4. Rasen nachsäen

Das Nachsäen ist ein einfacher Tipp für die Rasenpflege, der hilft, deinen Rasen üppig und frisch aussehen zu lassen. Das Säen von Rasensamen ist auch ein guter Weg, um kleine kahle Stellen zu füllen, die sich im Laufe der Zeit im Rasen entwickeln können. Das Nachsäen eines Rasens wird am besten im Frühling oder Herbst durchgeführt, wenn normalerweise genug Regen fällt, um den neu gekeimten Grassämlingen beim Etablieren zu helfen. In der Regel sollte man mit dem Nachsäen die kalte Jahreszeit abwarten, bis die Tag- und Nachttemperaturen zuverlässig über 10°C liegen, da die Samen in kaltem Boden nicht keimen.

Wie du einen Rasen nachsäest

Voraussetzung für erfolgreiches Nachsäen ist eine vorherige „Grundreinigung“. Sämtliches Wildkraut entfernen und nach einer Kombination aus Mähen, Belüften oder gar Vertikutieren, um Filz zu beseitigen, kannst du Rasensand und Substral® Rasen Erde in den Boden einarbeiten. Dies gleicht kleine Vertiefungen aus und sorgt dafür, dass der Sand in die durch die Belüftung entstandenen Löcher gelangt. So verbessert sich die Drainage des Bodens spürbar.

Im nächsten Schritt werden die Substral® Rasensamen mit einem Streuwagen ausgesät. Arbeite dabei in zwei Durchgängen, die im rechten Winkel zueinander verlaufen, um eine gleichmäßige Abdeckung zu erreichen. Danach harkst du leicht über die Fläche, damit die Samen guten Bodenkontakt haben, und bewässerst den Rasen vorsichtig. Halte die Fläche gleichmäßig feucht, so lange bis die Rasenhalme ausgekeimt sind und sich die neue Grasnarbe geschlossen hat. Warte mit dem ersten Mähen, bis die Halme etwa fünf bis acht Zentimeter hoch sind.  Dann gilt: häufig nur die Spitzen abmähen, um die Bestockung und das Schließen der Grasnarbe zu fördern. Im Optimalfall sollte die neu eingesäte Fläche so wenig wie möglich betreten und erst wieder genutzt werden, wenn sich die junge Grasnarbe geschlossen hat und mehrfach gemäht wurde. 

Wie du kahle Stellen in deinem Rasen reparierst

Bei all der intensiven Nutzung, denen unsere Rasenflächen während des Jahres ausgesetzt sind, ist es nicht überraschend, dass gelegentlich kahle Stellen auftreten. Die Anwendung einer Substral® Rasenreparaturmischung ist eine einfache, kostengünstige Lösung, und bei richtiger Anwendung kann sie innerhalb von ein paar Wochen die Lücken mit frischen neuen Trieben füllen. So wird es gemacht:

Den Boden vorbereiten, indem man Wildkraut, Moos, Rasenfilz, Steine und Wurzelreste entfernt, falls erforderlich den Rasen mäht und mit einem Aerifierziergerät oder Vertikutiergerät die gewünschten Stellen überarbeitet. Eine Substral® Reparaturmischung kann per Hand oder mit einem Streuwagen gleichmäßig verteilt werden. Nachher gründlich bewässern und, falls nötig, die Fläche mit einem Netz bedecken, um Vögel davon abzuhalten, die Grassamen zu fressen. Weiterhin regelmäßig bewässern, bis das Gras gut etabliert ist.  

5. Rasen bewässern

Wenn du Grassamen gesät oder Rollrasen für einen neuen Rasen verlegt hast, bewässere ihn konsequent so lange, bis er sich etabliert hat. Bei neuen Rasenflächen muss mindestens 4-6 Wochen lang täglich – bei trocken-warmer Witterung auch mehrmals täglich – bewässert werden. Die gute Nachricht ist jedoch, dass dein Rasen, sobald er gut etabliert ist, keine regelmäßige Bewässerung benötigen sollte. Bei heißem, trockenem Wetter kann dein Rasen zwar braun werden, aber das ist völlig normal. Wenn du gießen möchtest, dann am besten morgens oder abends – so kann das Wasser optimal aufgenommen werden. Auch wenn der Rasen zwischendurch braun wird, er ist sehr robust und erholt sich wieder, sobald es regnet. 

6. Tipps und Tricks zum Rasenmähen

Regelmäßiges Mähen ist einer der einfachsten Tricks für die Rasenpflege, um deinen Rasen optimal aussehen zu lassen und ist ein wichtiger Teil der Sommerpflege. Neben dem Halten einer gewünschten Höhe reduziert regelmäßiges Mähen auch Wildkräuter wie Löwenzahn und Wegerich, indem es sie köpft, bevor sie Samen ansetzen und sich ausbreiten können. Befolge diese einfachen Tipps zum Rasenmähen für einen dichten, gesunden Rasen.

- Beim Mähen deines Rasens schneide niemals mehr als ein Drittel der Graslänge ab. Das lässt dem Gras genug Blattwerk, um Nahrung zu produzieren und stark zu wachsen. Wenn du im Frühjahr mit dem Mähen beginnst, verwende eine große Schnitthöhe an deinem Mäher und senke diese im Sommer allmählich ab, sobald das Gras schnell wächst

- Um deinen Rasen kurz und ordentlich zu halten, mähe mindestens einmal pro Woche im Sommer  

- In heißen, trockenen Sommern mähe deinen Rasen seltener und mit einer größeren Schnitthöhe. Längeres Gras hält die Wurzeln bei heißem Wetter beschattet und hilft, Feuchtigkeit im Boden zu halten

- Schleife deine Messerklingen regelmäßig. Stumpfe Messer zerrupfen die Rasenspitzen, was zu ungepflegtem Erscheinungsbild führt und sie anfälliger für Pilzkrankheiten macht

Rasenkanten schneiden

Gut geschnittene Rasenkanten verleihen deinem Garten ein gepflegtes Aussehen. Halte sie ordentlich, indem du sie regelmäßig mit einer Kantenschere schneidest. Wenn die Grenze zwischen Beeten und Rasen etwas verschwommen geworden ist, schneidet man neue Kanten mit einem Halbmondspaten – dieses praktische Werkzeug hat eine scharfe, gebogene Klinge zum Hineinschneiden in alten Rasen, um eine neue Kante zu schaffen. Er kann auch als Spaten verwendet werden, um den geschnittenen Rasen herauszuheben und einen Kanal um den Rand des Beets zu schaffen. 

7. Rasen düngen im Herbst und im Frühjahr

Grundsätzlich empfiehlt es sich, den Rasen mehrmals jährlich zu düngen, um eine optimale Optik zu gewährleisten. Im Rahmen der Düngung von Grünflächen im Frühjahr und Herbst werden traditionell verschiedene Nährstoffkombinationen eingesetzt, um das Gras mit den spezifischen wichtigen Nährstoffen zu versorgen. Frühjahrsdünger zeichnen sich durch einen hohen Stickstoff (N)- und Phosphor (P)-Gehalt aus, um einerseits das Wurzelwachstum (P) zu fördern und andererseits das Halmwachstum (N) anzuregen. Sommerdünger enthalten hohe Stickstoff (N)-Gehalte, die zu einem dichten, üppigen Rasen im Sommer beitragen. Herbstdünger liefern hohe Kalium (K) - und Phosphatgehalte, die das Wurzelwachstum (P) anregen und die Resilienz der Graspflanzen (K) erhöhen. Dies führt zu einer verbesserten Frosthärte und erhöhter Anpassungsfähigkeit an widrige Winterbedingungen.

Alternativ kann man einen Substral® Komplett-Rasendünger verwenden, der vom Frühjahr bis zum Herbst angewendet werden kann. Ein langsam freisetzender granulierter Rasendünger hält den Rasen monatelang saftig und grün und kann bestenfalls mit einem Streuwagen Verlinkung zu SUBSTRAL® Evengreen Universal-Kastenstreuwagen - Streuer für unebene Flächen, 1 St. | Liebe Deinen Garten DE angewendet werden. Für kleinere Gärten ist flüssiger Substral® Rasendünger eine schnelle und bequeme Art, deinen Rasen zu düngen: entweder mit einer Gießkanne mit Sprühaufsatz oder einem Drucksprüher. Befolge immer die Herstelleranweisungen bei der Anwendung von Rasendüngern.

Wenn man sich eine kombinierte Behandlung wünscht, kann man den Rasen erst vertikutieren und anschließend düngen, damit die Nährstoffe besser in den Boden eindringen können. 

Häufig gestellte Fragen zur Rasenpflege

Wann ist der beste Zeitpunkt für die Rasenpflege im Frühjahr?

Die beste Zeit für die Frühjahrs-Rasenpflege ist von März bis Mai, wenn die Tag- und Nachttemperaturen konstant über 10°C liegen. Beginne mit dem Düngen, gefolgt von Vertikutieren und Belüften. Das Nachsäen sollte bei Bodentemperaturen ab 10-15°C erfolgen.

Wie oft sollte ich meinen Rasen vertikutieren?

Rasen vertikutieren sollte ein- bis zweimal jährlich durchgeführt werden – idealerweise im Frühjahr (März-April) und bei Bedarf im Herbst (September-Oktober). Bei stark verfilzten Rasenflächen kann eine häufigere Behandlung notwendig sein.

Was ist der Unterschied zwischen einer Gartenfräse und einem Vertikutierer?

Eine Gartenfräse wird hauptsächlich zur Bodenbearbeitung verwendet, während ein Vertikutierer speziell für die Rasenfilzentfernung entwickelt wurde. Für die Rasenpflege ist ein Vertikutierer die richtige Wahl, da er gezielt den Filz entfernt, ohne die Graswurzeln zu beschädigen.

Welcher Rasensand ist am besten geeignet?

Für die Rasenpflege eignet sich am besten gewaschener, feiner Quarzsand oder spezieller Rasensand. Dieser verbessert die Drainage und hilft beim Ausgleichen von Unebenheiten. Vermeide zu groben Sand oder Sand mit hohem Tonanteil. 

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