Mit dem Frühling beginnt das große Krabbeln. Ameisen im Garten sind die Abfallentsorger und haben als „Gesundheitspolizei“ wichtige Aufgaben im Ökosystem. Treten sie allerdings in Massen auf oder bauen sie ihre Nester an Stellen, an denen sie Schaden verursachen, werden die winzigen Nützlinge schnell zu lästigen Schädlingen.
In diesem Artikel erfährst du alles, was du über Ameisen wissen musst und wie du sie auf natürliche Weise loswirst, um dein Zuhause ameisenfrei zu halten.
Erstaunliche Fakten über Ameisen
Wusstest du, dass…
• alle Ameisen auf der Erde genau so viel wiegen wie alle Menschen?
• ein ganzes Ameisenvolk in eine Buchecker oder Eichel passen kann?
• Waldameisen ihren Nestkern genau auf 28 ° C halten können?
• bestimmte Ameisenarten Sklaven halten?
• die größte Waldameisenkolonie 3.200 Nester auf einer Fläche von 3 km² umfasst?
• Ameisen Nutztiere halten und melken, also eine Art Viehzucht betreiben?
• viele Ameisen stechen und keine Ameisensäure versprühen?
• die Königinnen mancher Arten bis zu 30 Jahre alt werden können?
Nein? Keine Sorge, damit bist du nicht allein. Für die meisten Menschen sind Ameisen lediglich kleine lästige Insekten, die sich in Rekordzeit in Gärten ausbreiten können und Schaden anrichten. Dass diese kleinen Krabbler aber auch eine bedeutende Rolle in unserem Ökosystem einnehmen, ist den Meisten gar nicht bewusst.
Deshalb ist es wichtig eine Balance zwischen vorbeugenden und vertreibenden Maßnahmen zu finden, um deine Umgebung auf Dauer ameisenfrei zu halten, ohne chemische Mittel einsetzen zu müssen.
Biologie und Verhalten
Ameisen sind faszinierende Insekten mit unglaublichen Fähigkeiten. Sie sind unglaublich stark und können ein Vielfaches ihres eigenen Körpergewichts tragen. Perfekt organisiert leben Ameisen in sozialen Kolonien, die aus Arbeiterinnen, Drohnen (männlich Ameisen) und Königinnen bestehen.
Als staatenbildende Insekten begeistern sie Menschen durch ihr funktionierendes soziales System. Sie kümmern sich um kranke Tiere, haben eine hierarchische Ordnung und können sogar die Ausbreitung von Krankheiten verhindern.
Ameisen gibt es seit etwa 150 Millionen Jahren; sie haben wespenartige Vorfahren.
Arten
Weltweit sind ungefähr 13.000 Arten bekannt, viele sind noch unentdeckt bzw. nicht beschrieben. Allein der Gedanke, dass alle Ameisen unseres Planeten zusammen genau so viel Gewicht auf die Waage bringen, wie die Gesamtheit aller Menschen, ist verblüffend. In Österreich gibt es etwas 146 verschiedene Arten, von denen gelten laut Umweltbundesamt nur 24 als ungefährdet. Der Grund für dieses Ausmaß der Gefährdung liegt vermutlich an der Bedrohung und Zerstörung der Lebensräume.
Die in Österreich häufigsten Ameisen sind:
Die Schwarze Wegameise (Lasius niger) ist die bekannteste Ameise in Österreichs Gärten und wird auch Gartenameise bezeichnet.
Die Gelbe Wiesenameise oder Gelbe Wegameise, auch Bernsteingelbe Ameise (Lasius flavus) ist die häufigste Art. Sie befördert durch ihre Tätigkeit Tonnen von Erdmaterial an die Oberfläche und trägt somit enorm zur Bodenbelüftung bei.
Die Große Rote Waldameise (Formica rufa) findet man meistens am Rand von Nadelwäldern. Sie steht unter Artenschutz und darf nicht getötet werden.
Aussehen
Ameisen (Familie formicidae) sind Insekten und kommen in nahezu allen Lebensräumen der Erde vor. Sie gehören zur Ordnung der Hautflügler (Hymenoptera) und sind eng mit Wespen und Bienen verwandt.
Ihr Körper gliedert sich, wie alle Insekten. In drei Teile: Abdomen (Hinterleib), Thorax (Brust) und Caput (Kopf).
• Caput: Am Kopf befinden sich die segmentierten Antennen, Facettenaugen, und Mandibeln (Mundwerkzeuge). Die Antennen haben eine große Bedeutung bei der Kommunikation. Die Mundwerkzeuge sind vielseitig einsetzbar, ob beim Nestbau, zur Verteidigung oder Nahrungsaufnahme.
• Thorax: Der Thorax verbindet die Beine und sorgt für extreme Beweglichkeit. Bei geflügelten Ameisen sitzen hier die Flügel. Manchen Ameisenarten haben nur zur Paarungszeit Flügel.
• Abdomen: Im Hinterleib befinden sich wichtige Organe. Bei einigen Arten befindet sich hier auch ein Stachel zur Verteidigung.
Ameisen gibt es in den unterschiedlichsten Farben (rot, gelb, braun, schwarz) und Größen. Je nach Art werden sie von weniger als einen Millimeter bis über drei Zentimeter groß.
Eigenschaften
Ameisen sind faszinierende Insekten mit einer Vielzahl einzigartiger Eigenschaften. Ihre unglaubliche Anpassungsfähigkeit und das soziale, hierarchische System machen sie zu einem der am weitest verbreitetsten Lebewesen überhaupt.
Lebensraum
Ameisen sind äußerst anpassungsfähig, was ihnen das Überleben in den unterschiedlichsten Lebensräumen ermöglicht. Genauso vielfältig sind die Umgebungen, in denen Ameisen ihre Nester bauen. Erde, Holz, Pflanzen, Steine, Fugen oder Risse in der Wand sind nur einige wenige Beispiele für Orte, an denen man mit Ameisen rechnen kann. Besonders lästig ist ein Nest dann, wenn es auf Grund der Größe zu Schäden an Wegen, Terrassen oder dem Rasen selbst kommt. Die Struktur des Nests kann je nach Art und Umgebung variieren.
Soziale Struktur
Ameisen sind soziale Insekten und leben in Kolonien, die aus einer oder mehreren Königinnen, Arbeiterinnen und Drohnen bestehen.
Die Königin ist verantwortlich für die Fortpflanzung und das Legen von Eiern. Sie lebt im Vergleich zu anderen Ameisen im Staat sehr lange und legt während ihres Lebens Millionen von Eiern. Arbeiterinnen sind weibliche, aber unfruchtbare Ameisen, die für das Sammeln von Nahrung, den Nestbau und die Pflege der Nachkommen zuständig sind. Es herrscht eine genaue Aufgabenteilung im System, was reibungslose Abläufe in der Kolonie garantiert. Drohnen sind die männlichen Bewohner im Ameisenstaat, deren einzige Aufgabe die Paarung ist. Nach dem Hochzeitsflug, also der Befruchtung der Jungkönigin, sterben die meisten innerhalb weniger Tage.
In Kanada und dem Nordosten Amerikas gibt es eine Ameisenart, die ihr Nest in eine Nussschale oder hohle Eichel baut. Die Sklavenhalter-Ameise (Themnothorax pilagens) haltet, wie der Name schon vermuten lässt, Sklaven. Der Staat besteht aus einer Königin, 10 Arbeiterinnen und etwa 60 Sklaven. Die Arbeiterinnen begeben sich auf filmreife Beutezüge. Sie stehlen von anderen Ameisenvölkern die Puppen und ziehen, diese groß, um sie dann als ihre Arbeitssklaven zu halten.
Ein Ameisenstaat ist intelligent strukturiert und so verblüffen Ameisen immer wieder durch ihre Verhaltensweisen. Ameisen verlassen beispielsweise den Bau, kurz bevor sie sterben oder verringern ihre Sozialkontakte bei ansteckenden Krankheiten. Das macht jedes Individuum freiwillig und ganz intuitiv. Dieses selbstlose Verhalten, dient der Arterhaltung.
Fortpflanzung
Die Paarungszeit der in Österreich heimischen Ameisen ist im Sommer. An warmen, windstillen Tagen wagen die Drohnen und die Jungköniginnen ihren sogenannten Hochzeitsflug, um sich zu paaren. Gleich mehrere Männchen befruchten die Königin, die die Spermien im Hinterleib speichert. Die Königinnen beißen sich die Flügel ab und gründen einen neuen Staat. Die Männchen sterben nach der Paarung.
Kommunikation
Ameisen kommunizieren hauptsächlich über Pheromone (chemische Signale). Die typischen Ameisenstraßen sind im Grunde nichts anderes als Duftspuren, die jede Menge Information für die Artgenossen beinhalten. Diese Signale helfen den Ameisen, sich über Nahrungsquellen auszutauschen, den Weg zum Nest zu markieren und Gefahren zu signalisieren.
Manchmal kommunizieren Ameisen auch über ihren Hinterleib oder ihre Antennen. Die erzeugten Vibrationen und Berührungen enthalten ebenfalls Informationen.
Ernährung
Ameisen sind omnivor. Das bedeutet, dass sie Allesfresser sind. Sie ernähren sich sowohl von pflanzlicher als auch von tierischer Nahrung. Einige Ameisenarten haben sich auf bestimmte Nahrungsquellen spezialisiert, andere wiederum leben in Symbiose mit anderen Tieren. Die Schwarze Wegameise zum Beispiel lebt in einer Nahrungsbeziehung mit Blattläusen. Die Ameisen halten Fressfeinde der Läuse fern und dürfen im Gegenzug die Blattläuse melken. Diese sondern nämlich den sogenannten Honigtau ab - eine süße, nahrhafte Flüssigkeit, die am Speiseplan vieler Ameisenarten ganz weit oben steht. Es gibt Ameisen, die Blattläuse umsiedeln, um die Nahrungsquelle näher beim Nest zu haben oder sie sogar als Nutztier in oder nahe ihrem Nest halten.
Honigtau ist äußerst nahrhaft, da Blattläuse sich von zuckerhaltigen und eiweißreichen Säften, die sie aus den Leitungsbahnen der Pflanzen abzapfen, ernähren. Sie selbst können aber nur einen sehr geringen Teil dieser Sekrete verdauen. Den Rest scheiden sie wieder aus. Ameisen haben eine lustige Methode entwickelt, um an den Honigtau heranzukommen.
“ Sie trommeln mit ihren Antennen auf das Hinterteil der Blattläuse – und schon geben sie das nahrungsreiche Sekret ab“, sagt Tierexperte Mario Ludwig.
Verteidigung
So kleine Tierchen brauchen eine ausgefeilte Verteidigungsstrategie, um sich gegen Feinde wehren zu können. Viele Ameisenarten haben einen Stachel im Abdomen oder können beißen. Einige produzieren auch chemische Abwehrstoffe, die, als brennen oder Jucken, den meisten Menschen bekannt sind.
Ökologische Rolle
Ameisen spielen eine wichtige Rolle im Ökosystem. Sie tragen zur Bodenbelüftung bei, verbreiten Samen und fungieren als Räuber und Aasfresser. Sie gelten weithin als die Gesundheitspolizei der Natur, weil sie Lebensräume sauber halten.
Nützlich oder schädlich? Das ist hier die Frage.
Die Frage, ob Ameisen nun nützlich sind, lässt sich zwar im Grunde mit einem eindeutigen Ja beantworten. Dennoch können die kleinen Krabbler zu einem echten Problem in deinem Garten oder deinem Wohnbereich werden. Hier findest du eine Gegenüberstellung der positiven und negativen Aspekte. Das verschafft dir einen genauen Überblick.
Nützlich
Ameisen sind nützliche Insekten. Sie Übernehmen vielfältige Aufgaben und tragen so zum Erhalt des ökologischen Gleichgewichts bei. Einige ihrer nützlichen Funktionen sind:
• Bodenverbesserung: Ameisen tragen zur Verbesserung des Bodens bei. Durch ihre Nester und Tunnel belüften sie den Boden. Diese Tunnelstrukturen verbessern die Bodenstruktur und fördern die Durchlässigkeit für Wasser und Nährstoffe. Das wirkt sich wiederum positiv auf die Pflanzen aus.
• Bestäubung und Nahrung: Ameisen bestäuben Pflanzen und sind die Nahrungsquelle unzähliger Insektenfresser. Sie sind also ein wesentlicher Bestandteil im Ökosystem.
• Schädlingskontrolle: Viele Ameisenarten ernähren sich von anderen Insekten und deren Larven. Sie helfen somit, die Population von Schädlingen, wie Raupen und anderen Insekten zu kontrollieren.
• Stoffkreislauf: Außerdem spielen Ameisen eine wichtige Rolle im Stoffkreislauf. Sie gehören zu den Destruenten und tragen dazu bei, tote Insekten, Pflanzenreste sowie andere organische Abfälle zu zerkleinern und abzubauen. So entsteht eine Humusschicht.
Schädlich
Ameisen können allerdings auch schädlich sein, da sie unter gewissen Umständen ungeahnte Schäden verursachen können. Einige für den Menschen ihrer schädlichen Eigenschaften sind:
• Symbiose mit Blattläusen: Einige Ameisenarten leben in einer Symbiose mit Blattläusen. Sie ernten deren süßen Honigtau und schützen im Gegenzug die Blattläuse vor natürlichen Feinden. So tragen die Ameisen indirekt zur Vermehrung von Blattläusen bei. Blattläuse sind unangenehme Zeitgenossen, da sie die befallene Pflanze schädigen. Blattläuse rechtzeitig erkennen und bekämpfen, ist ein wichtiger Schritt Richtung ameisenfreier Garten.
• Direkte Pflanzenschäden: Ameisen können aber Pflanzen auch direkt schädigen, zum Beispiel wenn sie Nester in den Wurzeln oder im Stängelbereich bauen. Im Extremfall führt dies dazu das kein Bodenschluss mehr besteht. Das heißt, dass die Erde derart aufgelockert wurde, dass die Wurzeln kein Wasser und keine Nährstoffe mehr aufnehmen können. Das kann das Wachstum der Pflanze beeinträchtigen und sie anfälliger für Krankheiten machen. Schlimmstenfalls sterben die Pflanzen ab.
• Schäden an Rasen und Beeten: Große Ameisenkolonien können Rasenflächen und Beete durch ihre Nestaktivitäten schädigen. Unschöne, kahle Rasenflächen sind die Folge. Was bei Ameisen im Rasen zu tun ist, erfährst du hier. Problematisch wird es, wenn sie ihre Nisthöhlen in Fugen und unter Terrassen oder Wege bauen. Diese können durch die entstehenden Hohlräume einsacken.
Ameisen im Haus
Während Ameisen im Garten sich bis zu einem gewissen Ausmaß positiv auf deine Oase auswirken, sind sie ein ernst zu nehmendes Problem, sobald sie sich in deinen Wohnräumen breitmachen. Einzelne Tiere haben als Späher die Aufgabe die Gegend nach Nahrungsquellen und Lebensräumen zu erkunden. Sind sie fündig geworden, folgen innerhalb kürzester Zeit ganze Massen. Im Nu sind die typischen Ameisenstraßen zu erkennen. Jetzt solltest du schnell reagieren. Je mehr Zeit eine Kolonie hat, es sich in deinen vier Wänden bequem zu machen, umso schwieriger ist sie wieder loszuwerden.
Durch undichte Türen und Fenster können die Tiere in dein Haus gelangen. Räumliche Hindernisse sind dabei kein Problem: Mühelos schaffen sie auch den Aufstieg in andere Stockwerke. Ameisen im Haushalt verderben Lebensmittel, vor allem Süßes und Fleischwaren. Sie können aber keine Krankheiten übertragen.
Hast du ein Ameisen Problem im Innenraum und bekommst du die Plage nicht rechtzeitig in den Griff, muss häufig ein professioneller Schädlingsbekämpfer herangezogen werden.
Ameisen zuhause. Was nun?
Vorbeugen ist der Schlüssel
Regelmäßige Pflege ist die beste Strategie wie du Ameisen im Freien verhindern kannst.
• Gartenpflege: Düngen, wöchentlich mähen und ordentlich wässern machen deinen Garten äußerst unattraktiv für die Insekten.
• Abwehrpflanzen: Es gibt einige Pflanzen, deren Gerüche Ameisen nicht mögen. Thymian und Lavendel kannst du zum Beispiel in deinen Beeten zwischen andere Pflanzen setzten und so die lästigen Tierchen fernhalten.
• Bauweise: Neue Terrassen und Gartenwege gestaltest du am besten so, dass sie als Nistplätze für Ameisen nicht in Frage kommen. Verwende beispielsweise als Bettung für Pflastersteine Basaltsplitt anstatt Sand.
• Fugenmassen: Mittlerweile gibt es auch Fugenmassen auf Kunstharz-Basis, die auf Ameisen abschreckend wirken.
• Materialien: Es gibt Materialien, die die Pflasterfläche ameisen- und unkrautdicht machen, das Regenwasser aber durchlassen. Das klingt zwar fast zu schön, um wahr zu sein, solche Produkte sind aber im Handel erhältlich und ersparen dir jede Menge Arbeit und Ärger.
Um sich vor Ameisen zuhause zu schützen, solltest du …
• Lebensmittelaufbewahrung: Zuckerhaltige Lebensmittel gut verschlossen aufbewahren. Gläser mit dicht schließenden Deckeln oder Plastikbehälter mit Gummidichtungen eignen sich hierfür besonders gut. Dadurch wird verhindert, dass der Geruch der Lebensmittel Insekten anlockt. Zudem bleibt der Inhalt länger frisch
• Mülleimer: Mülleimer, besonders in der warmen Jahreszeit, häufig entleeren. Wenn es warm wird, vermehren sich Insekten schneller. Der Geruch von Müll kann intensiver werden, was wiederum Ameisen und andere Krabbler anzieht. Daher solltest du deinen Mülleimer regelmäßig entleeren und reinigen. Ein gut verschließbarer Deckel ist ebenfalls wichtig, um den Geruch einzudämmen
• Geschirr: Geschirr sofort abgewaschen. Essenreste auf schmutzigem Geschirr und In Töpfen und Pfannen haben eine magische Anziehungskraft auf Ameisen. Wenn du das Geschirr nicht sofort abwaschen kannst, ist auch das Einweichen in Wasser mit etwas Spülmittel hilfreich. Das erschwert den ungebetenen Gästen nämlich den Zugang zu den Essensresten.
• Essenreste: Aus ähnlichen Gründen solltest du auch Essensreste niemals stehen lassen. Leftovers stellst du am besten direkt in den Kühlschrank und Reste solltest du sofort im Müll entsorgen.
• Dichtheit prüfen: Undichte Fenster, Türen und Risse in Mauern abdichten. Ameisen gelangen durch kleinste Öffnungen ins Haus. Prüfe daher regelmäßig Fenster und Türen auf Dichtheit und verschließe Risse in Mauern immer sofort.
• Ameisenlöcher verschließen: Verschließe Ameisenlöcher mit Klebebändern oder Kitt. Benutze dafür am besten starkes Klebeband für eine schnelle Lösung und Kitt oder Spachtelmasse für eine dauerhafte Abdichtung.
Ameisen natürlich vertreiben
Wenn es für vorbeugende Maßnahmen, zu spät ist, kannst du versuchen Ameisen zu vertreiben.
Da Ameisen ungemein nützliche Tiere sind und einen großen Stellenwert im Ökosystem Erde einnehmen, solltest du, bevor du etwas gegen die Ameisenplage bei dir zuhause unternimmst, herausfinden um welche Art es sich handelt. Viele Ameisenarten stehen nämlich unter strengem Schutz und dürfen nicht getötet werden.
Versuche erst die Ameisen zum Gehen zu bewegen, bevor du andere Maßnahmen setzt. Einige Natürliche Mittel gegen Ameisen sind wirksam. Mit dem richtigen Know-how bist du sie rasch wieder los, auch ohne die chemische Keule zu schwingen.
Um Ameisen mit natürlichen Mitteln zu vertreiben hast du verschiedene Möglichkeiten:
• Geruchsbarrieren: Ameisen reagieren besonders auf bestimmte starke Gerüche. Du kannst also Geruchsbarrieren erstellen und ätherische Öle oder in Essig getränkte Tücher auf die Ameisenstraße legen.
• Pflanzen und Gewürze: Stark riechende Pflanzen oder Gewürze, die Ameisen nicht ausstehen können, sind zum Beispiel Lavendel, Thymian, Wacholderblätter, Minze oder Chilipulver.
• Hindernisse: Außerdem kannst du ihre Laufwege auch mit Hindernissen aus Kreide abschneiden.
Am effektivsten ist aber die Kombination aus verschiedenen Strategien.
Ameisen umsiedeln
Im Freien hast du die Möglichkeit, ein Ameisennest einfach umzusiedeln und kannst dadurch aktiv zum Schutz der Artenvielfalt beitragen. Dazu musst du einen Tontopf mit Holzwolle ausstopfen und dann auf das Nest stellen. Die Ameisen werden beginnen, in deinem angebotenen Lebensraum ihr Nest zu bauen. Nach ein paar Wochen kannst du dann den gesamten Staat inklusive Larven und Puppen einfach an einen anderen Ort bringen. Du musst allerdings darauf achten, dass der gesamte Staat inklusive Königin und Nachkommen umgezogen ist. Deshalb ist es ratsam, den Ameisen genügend Zeit zu geben.
Der neue Standort sollte mindestens 30 Meter vom alten Nest entfernt sein, da die Ameisen sonst in ihren alten Bau zurückkehren.
Ameisen bekämpfen
In manchen besonders hartnäckigen Fällen musst du allerdings mit härteren Mitteln gegen Ameisen vorgehen, um Schaden im Garten oder an Verbauungen zu vermeiden.
• Staubsauger: Du kannst Ameisen einfach mit dem Staubsauger einfach wegsaugen. Schon einzelne Tiere solltest du in Innenräumen entfernen, da ihnen meist innerhalb kürzester Zeit ganze Massen an Individuen folgen. Hat sich bei dir bereits eine Ameisenstraße gebildet, musst du diese mehrmals täglich absaugen, damit du eine nachhaltige Wirkung erzielst.
Hast du alle Maßnahmen ausprobiert und wirst die Ameisen dennoch nicht los, musst du den Ameisenstaat nachhaltig bekämpfen. Eine nachhaltige Bekämpfung von Ameisen setzt den Zusammenbruch des gesamten Staates voraus. Die im Nest sitzende Königin muss also abgetötet werden, da sie ansonsten einfach eine neue Kolonie gründen würde.
• Chemische Mittel: Dies gelingt bei besonders hartnäckigen Kolonien durch den Einsatz von SUBSTRAL® Celaflor® Ameisen-Mittel zum Streuen oder Gießen. Dieses Produkt ist ideal zur Bekämpfung von Ameisen auf Terrassen und Wegen geeignet.
• Köderdosen: In deinem Haus kannst du Köderdosen SUBSTRAL® Celaflor® Ameisenköder. verwenden, um die lästigen Insekten loszuwerden. Die Anwendung ist einfach und sauber: Die Köderdosen kannst du einfach auf die Laufwege der Ameisen stellen. Angelockt werden die Insekten von einem Wirkstoffköder, dieser wird von den Ameisen ins Nest getragen und an das Ameisenvolk verfüttert. Eine sichere Nestwirkung ist somit gewährleistet.
• Ameisenspray: Akuter Ameisenbefall sowie geflügelte Ameisen kannst du mit SUBSTRAL® Ameisen-Spray durch direktes Besprühen der Ameisen bzw. Sprühen in die Nesteingänge und auf die Laufwege bekämpfen.
Köderdosen sind allerdings besser als Ameisensprays, da die Wirkstoffe nicht im Raum verteilt werden. Du solltest Sprays und Köderdosen nur in absoluten Härtefällen im Haus einsetzen, wenn alle anderen Maßnahmen nicht greifen. Mit Köderdosen werden nämlich nicht nur die Ameisen bekämpft, die sich im Haus breit machen, sondern die gesamte Population, da das Gift in den Bau mitgenommen wird. Meist enthalten sie einen Lockstoff in Kombination mit einem Insektizid, das die Ameisen tötet.
Generell solltest du Biozide nur mit Vorsicht in deinem Garten oder in deinen vier Wänden einsetzten. Biozide töten nicht nur die Ameisen, sondern auch andere Insekten und haben, laut dem Umweltbundesamt, negative Einflüsse auf die Gesundheit von Menschen und Haustieren. Deshalb ist es wichtig alle anderen Maßnahmen auszuschöpfen, bevor du auf diese zurückgreifst. Da Ameisen wie bereits erwähnt auch als Nützlinge gelten, ist es in jedem Fall besser, sie einfach nur zu vertreiben.
Wenn du die Invasion nicht stoppen kannst, zögere nicht, einen Profi zu rufen. Schädlingsbekämpfer haben die nötige Erfahrung und die richtigen Mittel, um die Sache gründlich, effektiv und nachhaltig anzugehen.
Kurz und krabb(e)lig
Ameisen sind weit mehr als nur kleine, lästige Insekten. Sie sind Lebewesen mit komplexen sozialen Strukturen und beeindruckenden Fähigkeiten. Ihre wichtige Rolle im Ökosystem ist unbestritten und unterstreicht die Notwendigkeit des Schutzes der Artenvielfalt.
Wenn sich die ungebetenen Gäste, unermüdlich durch deine Küchen und Vorratsschränke schlängeln oder deinen Garten schädigen, gibt es Lösungen, um diese winzigen Eindringlinge in die Schranken zu weisen.
Die Bekämpfung von Ameisen kann eine Herausforderung darstellen, besonders wenn sie sich in großen Kolonien in Wohnbereichen oder im Garten niedergelassen haben. Die Kontrolle eines solchen Staates erfordert dein Verständnis für ihre Biologie sowie unterschiedliche vorbeugende Maßnahmen, um ihr Eindringen zu verhindern und effektive Strategien, um ihre Population loszuwerden.
Das Wichtigste im Kampf gegen Ameisen sind Geduld und Konsequenz bei der Umsetzung unserer Tipps.
Mit den Strategien aus diesem Artikel bist du aber bestes ausgestattet, um der Ameisenplage den Gar auszumachen. Bleib dran und lass dich von den kleinen Krabblern nicht aus der Ruhe bringen!
FAQs
Wie kann man Ameisen im Garten vorbeugen?
So wie in vielen Bereichen des Lebens gilt auch im Fall Ameise der Grundsatz: Es ist einfacher Ameisen durch einfache, aber effektive Maßnahmen vorzubeugen, als eine Ameisenplage wieder loszuwerden. Grundsätzlich gilt, je mehr du deinen Garten pflegst, umso weniger attraktiv wird er für die Ameisen. Wenn du deinen Rasen beispielsweise einmal wöchentlich mähst und gut wässerst, hast du gute Chancen, dass er für Ameisen nicht als Lebensraum in Frage kommt. Ameisen lassen sich auch mit Gerüchen, wie Zitrone, Teebaumöl und Nelken sowie bestimmte Pflanzen wie Lavendel, Thymian oder Majoran aus deinem Garten vertreiben.
Verursachen Ameisen Schäden im Garten?
Ameisen sind in erster Linie Nützlinge. Kommen sie in deinem Garten allerdings massenhaft vor, oder besiedeln Stellen, die durch ihre Anwesenheit zerstört werden, kann ein sehr großer Schaden entstehen. Sie beschädigen unter anderem die Wurzeln der Pflanzen beim Bau ihrer Nester und verhindern dadurch die Aufnahme von Nährstoffen und Wasser. Das bedeutet enormen Stress für die Pflanzen, die im schlimmsten Fall absterben können. Darüber hinaus schützen Ameisen Blattläuse vor natürlichen Feinden, was einen Anstieg der Schädlingspopulation und weitere Schäden an den Pflanzen verursachen kann. Wenn du in deinem Garten einen Weg oder eine Terrasse hast, kann es sein, dass Ameisen diese untergraben, da sie dort einen warmen und vom Regen geschützten Nistplatz vorfinden. Dies kann dazu führen, dass Wege und Terrassen absinken und somit kostspielige Reparaturarbeiten anfallen.
Wie kann man Ameisen vertreiben
Nimmt die Anzahl der Ameisen in deinem Garten ungeahnte Ausmaße an oder sind bereits erste Schäden durch die Ameisen sichtbar, musst du versuchen sie loszuwerden. Natürliche Mittel gegen Ameisen, mit denen du gegen die Besetzung der kleinen Krabbler vorgehen kannst. Wasser, ätherische Öle oder Lavendel, Zitrone, Zimt, und Kreide sind nur einige Bespiele wirksamer Helferlein gegen ungebetene Gäste.
Ameisen übernehmen in der Natur die Aufgabe der Gesundheitspolizei. Sie ernähren sich unter anderem von toten Insekten, Raupen und Käferlarven. Leider besitzen die kleinen Sechsbeiner aber auch...
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