Garten im Winter

Garten im Winter

Pulverschnee darf liegen bleiben

Eine lockere Schneedecke hat einen positiven Effekt auf die darunter liegende Vegetation: Die zahlreichen kleinen Lufteinschlüsse zwischen den Eiskristallen des Schnees wirken wie eine Isolierschicht. Dadurch werden die Pflanzen einerseits vor Bodenfrost und andererseits vor Austrocknung durch fortwährende Verdunstung grüner Pflanzenteile geschützt. Dieser leichte Pulverschnee darf im Garten liegen bleiben, auch auf dem Gemüse- oder Staudenbeet. Hier schützt der Schnee die Wurzeln, Knollen und Samen der Pflanzen vor Frost.

 

Rasenpflege

Der Rasen sollte im Winter generell möglichst wenig betreten werden. Sind die Gräser gefroren oder von Raureif überzogen, brechen sie bei Belastung sehr leicht und sterben schließlich ab. Trittstellen haben somit eine lang anhaltende negative Auswirkung auf deinen Rasen. Problematisch wird es auch, wenn der Schnee sehr mächtig oder nass und schwer ist. Unter einer festen Schneeschicht tritt Sauerstoffmangel auf, sodass die Rasengräser verbräunen und gänzlich absterben können.

Jetzt ist die Gefahr groß, dass sich Pilzkrankheiten entwickeln, wie etwa Schneeschimmel. Es handelt sich dabei um eine häufig vorkommende Winterpilzerkrankung, die ab September und vermehrt im Frühjahr auftritt. Der Pilz wird durch Nässe, die bei Schneeschmelze gegeben ist, gefördert. Erkennbar ist Schneeschimmel an circa 5 cm großen gelben bis braunen Flecken im Rasen, die bei starkem Befall zusammenwachsen und einen Durchmesser von bis zu 30 cm einnehmen können. Oft werden die Gräser auch von einem weißen bis rosafarbenen, schleimigen Pilzgeflecht überzogen. Vertikutieren im Frühjahr bekämpft den Schneeschimmel am besten, da auf diese Weise die verklebten Grashalme herausgekämmt werden.

Als vorbeugende Maßnahmen gegen Pilzerkrankungen im Rasen empfehlen wir, im Herbst auf eine Stickstoffdüngung zu verzichten. Stattdessen sollte zu diesem Zeitpunkt ein kaliumreicher Rasendünger wie Substral Herbst Rasendünger ausgebracht werden, der die Zellwände der Gräser stärkt und sie somit widerstandsfähiger gegen Krankheiten und Frostschäden macht.

 

Ziergehölze

Ist der Winter besonders schneereich, sammelt sich viel Schnee auf Gehölzpflanzen im Garten. Dies gilt vor allem für Immergrüne wie Buchsbaum und Kirschlorbeer sowie Koniferen, da auf ihrem dichten Blattwerk mehr Schnee zu liegen kommt als auf laubabwerfenden Pflanzen. Eine schwere Schneelast kann Zweige verbiegen, sodass Sträucher und Hecken auseinander gedrückt werden. Die Gefahr derart unschöner Deformationen lässt sich im Vorhinein durch entsprechende Schnittmaßnahmen vermindern. Bei Hecken ist es vorteilhaft, wenn sie oben nicht in einer geraden Ebene, sondern mit gewölbter Krone geschnitten werden. Auf diese Weise kann Schnee leichter abrutschen. Säulenförmige Nadelgehölze und Immergrüne zu Winterbeginn am besten locker zusammenbinden, damit sie nicht von Schnee auseinander gedrückt werden.

Große Schneemassen oder nasser, schwerer Schnee können die Zweige von Gehölzen sogar abbrechen. Bruchempfindlich sind vor allem Beerensträucher wie Johannisbeeren und Stachelbeeren. Daher empfehlen wir, von Zeit zu Zeit die Pflanzen zu schütteln, um sie von ihren Lasten zu befreien. Alternativ kann der Schnee auch mit einem Besen abgekehrt werden. Außerdem eignet sich der Besenstiel gut, um die Äste von großen Bäumen zu schütteln.