Gartengestaltung Stück für Stück

Gartengestaltung Stück für Stück

gewusst, geplant und angelegt

Zeige mir deinen Garten und ich sage dir, wer du bist. Der Garten gilt nicht nur als Spiegelbild seiner Zeit, sondern sagt zudem einiges über die Persönlichkeit des Gärtners aus. So ziemlich jeder Gartenbesitzer hat sich früher oder später wahrscheinlich einmal Gedanken über die Vorlieben und damit verbunden auch die einzelnen Elemente und die passende Pflanzenauswahl gemacht.

Gartenstile gibt es viele. Ziel ist es jedoch, dem Garten durch sorgfältiges Überlegen eigenen Charakter und Charme zu verleihen. Gerade zufällig arrangiert wirkende Gärten oder Gartensituationen wurden oft vorab gründlich überlegt und sorgfältig geplant. Dabei ist der erste Schritt relativ simpel: Die Umgebung und der Stil des Hauses sollten in die Planung einfließen und später eine Einheit bilden. Auch für den Garten gilt: Die verschiedenen Bereiche im Garten sollten nicht nur als einzelne Teile, sondern im Gesamten eine interessante Wirkung erzielen. Letztendlich ist es dabei egal, ob es sich um einen Schrebergarten, einen Reihenhausgarten, einen formalen Garten oder einen Garten im Landhaustil handelt. Die Vorgehensweise bei der Gestaltung ist im Grunde immer die gleiche.

 

Den Garten begrenzen

Mauern oder Hecken verleihen dem Garten eine private Atmosphäre. Eine wesentliche Rolle bei der Begrenzung mit Hecken spielt die Wuchshöhe. Zur äußeren Umgrenzung werden in der Regel mittelhohe bis hohe Sträucher oder Bäume (Wuchshöhe von circa 0,8 bis 4 m) verwendet. Bitte beachten: Mit zunehmender Heckenhöhe steigt auch die Schattenwirkung.

 

Den Garten strukturieren

Ein Garten, der auf den ersten Blick überschaubar ist, kann auch schnell langweilig wirken. Viel spannender ist es, wenn Besucher die einzelnen Gartenbereiche erkunden können. Kleinräume, Nischen oder versteckte Sitzgelegenheiten wecken Neugierde und fördern den Entdeckungsdrang. Um den Garten zu strukturieren, stehen u.a. Hecken, Pergolen, Mauern, Zäune und Hochbeete zur Verfügung. Wie stark diese Trennwirkung wahrgenommen wird, lässt sich wiederum durch die Höhe steuern. Niedrige und mittelhohe Hecken (Wuchshöhe von circa 0,3 bis 1,5 m) aus Buchs sind beispielsweise optimal zur Einfassung von Stauden- oder Gemüsebeeten. Werden Wege von Hecken eingefasst, entsteht dadurch eine Art Tunnel, der beim Durchgehen eine gewisse Spannung erzeugt.

 

Einzelne Gartenbereiche beleben

Im letzten Schritt geht es an die Feinplanung. Geschickt kombiniert wird mit einer Auswahl an Gartenblumen und Ziersträuchern von Frühjahr bis Herbst eine interessante und spektakuläre Wirkung erzielt. Für viele Gartenfreunde stellt die Blütenfarbe und das Spiel mit Farbkombinationen mit Sicherheit ein bedeutendes „Gestaltungswerkzeug“ dar. Dabei ist es wichtig zu wissen, dass verschieden Farbkombinationen auch unterschiedliche Wirkungen auf den Betrachter haben.

 

Der Komplementärkontrast

Beim Komplementärkontrast liegen die Farben im Farbkreis einander gegenüber. Derartige Kombinationen wirken leuchtkräftig und spannend.

 

Farbverläufe

Besonders harmonisch wirken Pflanzungen, wenn eng verwandte Farben, die im Farbkreis nebeneinander liegen, verwendet werden. Lässt es die Gartengröße zu, kann neben einer schönen Rasenfläche auch ein Gemüse- oder Bauerngarten integriert werden. Der Garten wird somit zum Spiel-, Nutz- und Ziergarten und die Bedürfnisse der großen und kleinen Familienmitglieder werden bedient. Jeder Garten benötigt Pflege. Die Intensität hängt aber von der Gartenform ab. Ratsam ist es, diesen Pflegeaufwand vorab in der Planung zu berücksichtigen.

 

TIPP

Häufig steht die Farbgestaltung als alleiniges Kriterium für die Auswahl der Pflanzen im Vordergrund. Dabei lassen sich auch mit geschickten Kombinationen von Wuchsformen, Blattformen und Blattfarben interessante Bereiche gestalten.