Buchsbaum - Pflege für den Gartenliebling

Ob im Bauerngarten, Schlossgarten oder unseren heimischen Gärten, der Buchs (Buxus) zählt zu den beliebtesten und häufigsten Gehölzpflanzen im Garten und macht auch im Kübel eine prima Figur.

Von weltweit etwa 30 Buchsbaumarten ist in heimischen Gärten vor allem der in Süd- und Westeuropa beheimatete Gewöhnliche Buchsbaum (Buxus sempervirens) vertreten.

Seine Beliebtheit hat gleich mehrere Gründe:

  • Als immergrüner Strauch behält er auch im Winter sein Laub.
  • Bei einer Wuchshöhe von circa 1 bis 2 m weist er eine dichte und buschige Wuchsform auf. Dadurch bietet er als Heckenpflanze optimalen Sichtschutz.
  • Der Buchs besitzt kleine eirunde, glänzend dunkelgrüne Blätter. Diese verleihen ihm ein zierliches und optisch besonders reizvolles Erscheinungsbild. Im Frühjahr entwickeln sich in den Blattachseln zahlreiche, kleine grünlich-gelbe Blüten, die gut duften.
  • Der Buchs ist sehr gut schnittverträglich und lässt sich zu einer Hecke oder in unterschiedlichste Formen und Figuren schneiden. Dies macht ihn in der Gartengestaltung vielseitig verwendbar: Niedrige Hecken eignen sich optimal zur Beeteinfassung, höhere Hecken zur Grundstücksabgrenzung, Figuren hingegen ziehen die Blicke der Betrachter gewollt auf sich. Beliebt sind beispielsweise auch Buchsbaumkugeln in Kübeln zur Gestaltung von Haus- und Hofeingängen.

 

Pflege

Der Buchs gilt als relativ anspruchslos und pflegeleicht. Er fühlt sich sowohl an sonnigen, halbschattigen als auch schattigen Standorten wohl und stellt keine besonderen Ansprüche an den Boden. Starke Bodentrockenheit und Staunässe verträgt er allerdings nicht. Ideal ist ein kalkhaltiger Boden mit einer guten Wasserführung.
Für eine optimale Nährstoffversorgung und sattes Blattgrün empfiehlt sich ein Langzeitdünger im Frühjahr ins Substrat einzuarbeiten. Die speziellen Düngerperlen geben die Nährstoffe bedarfsgerecht über einen Zeitraum von sechs Monaten ab.

Der Buchs ist winterhart. Allerdings können sich seine Blätter bei Frost und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung rot-bräunlich verfärben. Dies ist eine natürliche Reaktion der Pflanze als Sonnenschutz. Im darauf folgenden Frühjahr nimmt er wieder seine grüne Farbe an.

Bitte beachten: Buchs im Kübel ist empfindlicher als im Garten gesetzte Pflanzen, da in Gefäßen extremere Bedingungen herrschen. Um Frostschäden (bei Minusgraden von weniger als 5 °C) zu vermeiden, benötigen die Kübelpflanzen einen Frostschutz (Kübel auf Styroporplatten stellen und z. B. mit Kokosmatten umhüllen). Da er immergrün ist, verdunstet er auch im Winter Wasser und sollte an sonnigen Wintertagen unbedingt bewässert werden (bei frostfreier Witterung!).

 

Schnitt

Der Buchs wächst relativ langsam (circa 10 bis 15 cm Zuwachs pro Jahr). Dies macht seine Anzucht aufwendiger, was sich wiederum in einem etwas höheren Preis niederschlägt. Andererseits bedeutet langsameres Wachstum auch geringeren Schnittaufwand.

Wann schneiden?
Wird der Buchs einmal pro Jahr geschnitten, bleibt er dicht und bewahrt seine Form. Ein guter Schnittzeitraum ist nach dem Triebabschluss von Mitte bis Ende des Sommers. Bitte beachten: Ab August sollte der Buchs nicht mehr geschnitten werden! Ansonsten treibt er nochmal neu aus und kann im Winter Frostschaden erleiden.

Wie schneiden?
Geringer Schnittaufwand besteht, wenn der Buchs seine natürliche, strauchartige Wuchsform weitgehend behalten soll. Hier ist nur ein jährliches Kürzen der Triebe notwendig, um die gewünschte Wuchshöhe zu erreichen.
Charakteristisch für den Buchs ist jedoch seine gute Eignung zur Formbildung. Ob geometrische Formen, Spiralen oder sonstige Figuren, der Buchs lässt sich fast in jede beliebige Form schneiden.
Um formstrenge Hecken zu bekommen, werden die neu gesetzten Buchsbäume stark zurückgeschnitten, um eine dichte Verzweigung zu bewirken. Ist die Hecke oder sonstige Figur einmal in Form, ist nur noch jährliches leichtes Kürzen notwendig.

Bei Formhecken ist beim Schnitt eine rechteckige Blockform möglichst zu vermeiden. Stattdessen sollte sich der Buchs nach oben hin leicht verjüngen, d. h. die Hecke ist unten breiter als oben und nimmt eine leichte Trapezform an. Dadurch werden auch die unteren Triebe ausreichend mit Licht versorgt. Außerdem kommen im Winter schwere Schneelasten weniger stark auf der Hecke zum Liegen.

Beim Schnitt ist außerdem zu beachten:

  • Nicht bei starker Sonneneinstrahlung und Hitze schneiden, da die Blätter ansonsten Schaden nehmen können.
  • Zum Schneiden von Figuren am besten Heckenscheren verwenden. Für den Schnitt von Formhecken eignen sich auch Trimmer. Wichtig ist jedenfalls, dass die Messer scharf sind, damit die Blätter nicht ausfransen.

 

Schadursachen

Leider ist die Liste an pilzlichen und tierischen Schaderregern, die dem Buchs zu schaffen machen können, relativ lang:

 

Pilzerkrankungen

Aufgrund seines dichten Wuchses können die Blätter schlechter abtrocknen. Die Blattnässedauer in Kombination mit höheren Temperaturen begünstigt pilzliche Schaderreger, wie beispielsweise:

Buchsbaumrost (Puccinia buxi):
Im Herbst sind auf der Blattunter- und Blattoberseite braunrote bis dunkelbraune Sporenlager zu finden. Dabei handelt es sich um typische Rostpusteln.

Buchsbaum-Triebsterben (Cylindrocladium buxicola):

Auf den Blättern zeigen sich anfangs hell- bis dunkelbraun gefärbte Flecken, die später ineinander fließen. Bei Feuchtigkeit entsteht auf der Blattunterseite ein grauer Pilzrasen. Die Triebe weisen dunkle, fast schwarze Streifen (2 bis 20 mm lang) auf. Innerhalb weniger Tage kommt es zu massivem Blattfall und Absterben der befallenen Triebe, oft stirbt die gesamte Pflanze ab.

Volutella-Triebsterben (Volutella buxi):
Bei Befall verdrehen sich die Blätter und liegen dicht an den Zweigen an und es kommt zum Blattfall. Befallene Triebe sterben ab; an älteren Trieben entstehen oft krebsartige Stellen, an denen sich die Rinde ablöst. Auf der Blattunterseite, aber auch auf den Trieben, treten rosa-orange gefärbte flache Pilzlager auf, die oft massiv vorhanden sein können.

Generell ist bei Auftreten erster Symptome schnellstmögliches Herausschneiden betroffener Bereiche gefragt. Außerdem sollten abgeworfene Blätter aufgesammelt und entfernt werden, damit die Pilzsporen nicht im Falllaub überdauern können. Für luftigen Stand und schnelles Abtrocknen der Pflanzen sorgen! Regelmäßige und konsequente Pflanzenschutz-Behandlungen können den Befall eindämmen.

 

Tierische Schaderreger

Buchsbaumgallmücke (Monarthropalus buxi):
Auf der Blattoberseite sind ab Mai/Juni unscheinbare, helle Punkte mit dunkler Mitte sichtbar. Im August und September bilden sich auf der Blattunterseite blasenartige Aufwölbungen, in denen die Larven der Buchsbaumgallmücke überwintern. Dabei können die einzelnen Gallen zu großen Blasen verschmelzen und sich auf die gesamte Blattspreite ausdehnen.

Buchsbaum-Blattfloh (Psylla buxi):
Durch die Saugtätigkeit der etwa 3 mm großen, flachen, hellgrün gefärbten Tiere kommt es vor allem an den Jungtrieben zu löffelartig nach innen eingerollten Blättern. Bei starkem Befall vergilben die Blätter und sind mit weißen Wachspartikeln, den Ausscheidungen der Larven, bedeckt.

Buchsbaum-Zünsler (Diaphania perspectalis = Glyphodes perspectalis):
Ab etwa Mitte/Ende März schlüpfen aus den Eiern des Falters (circa 4 bis 5 cm groß, weiße Vorder- und Hinterflügel mit dunklem Rand) gelbgrüne Raupen mit schwarz-weißen Streifen. Die Fraßtätigkeit der bis zu 5 cm langen Raupen ist massiv und kann zu völliger Verkahlung des Buchs führen. Oft werden Gespinste angelegt, in denen die Raupen gut geschützt sind. Je nach Witterungsverlauf können mehrere Generationen pro Jahr auftreten.

Buchsbaum-Spinnmilben (Eurytetranychus buxi):
Die winzig kleinen Spinnmilben saugen den Zellsaft aus den Zellen, die sich anschließend mit Luft füllen. Dadurch treten auf der Blattoberseite gelbe oder weiße feine Sprenkelungen auf. Starker Befall kann Blattfall bewirken.

 

Bekämpfung von tierischen Schaderregern

Saugende und beißende Schädlinge, wie Buchsbaumgallmücke, Buchsbaum-Blattfloh, Buchsbaum-Zünsler und ebenfalls häufig vorkommende Kommaschildläuse können mittels Spritzungen von Celaflor® Schädlingsfrei Careo® Konzentrat** bekämpft werden (Wiederholungsspritzung nach 10 Tagen, max. 3 Anwendungen pro Jahr). Um erfolgreich gegen den Buchsbaum-Zünsler vorzugehen, sollte möglichst mit hohem Druck auch tief ins Innere der Buchsbäume gespritzt werden. Gespinste sofort herausschneiden! Alles Wissenswerte über den Buchsbaumzünsler erfahren Sie kompakt in diesem Video:

Zur Bekämpfung von Buchsbaum-Spinnmilben empfehlen sich wiederholte Spritzungen mit Celaflor®Schädlingsfrei Careo® Rosenspray** (max. 3 Anwendungen, im Abstand von je 10 Tagen).