Spinnmilben bekämpfen

Spinnmilben bekämpfen

Spinnmilben sind häufige Pflanzenschädlinge, die vor allem unter trocken-warmen Bedingungen massenhaft auftreten können. Die unterschiedlichsten Zier-, Obst- und Gemüsekulturen im Freiland, Gewächshaus oder in Innenräumen werden befallen.

Spinnmilben umfassen etwa 700 Arten. Häufig kommt die Gemeine Spinnmilbe oder Bohnenspinnmilbe (Tetranychus urticae) vor. Bekannt ist sie auch als "Rote Spinne", da ab Spätsommer rote Weibchen auftreten, die sich im Frühjahr grünlich verfärben. Etwa 200 Pflanzenarten werden von ihr befallen.

 

Merkmale

Spinnmilben zählen zu den Spinnentieren. Dementsprechend besitzen sie als erwachsene Tiere vier Beinpaare, wohingegen ihre Larven nur drei Beinpaare aufweisen. Ihr Körper ist kaum segmentiert. Spinnmilben sind bei einer Größe von circa 0,2 bis 0,6 mm mit freiem Auge nicht wahrnehmbar. Je nach Art sind sie gelblich, grünlich, bräunlich oder rot gefärbt.

 

Schadbild

Die Saugtätigkeit von Spinnmilben führt zunächst zu winzigen, weißlich-silbrigen Sprenkelungen der Blätter. Später verfärben sich betroffene Blätter oft bronzefarben, rollen sich ein, und werden schließlich abgeworfen. Manche Arten wie z. B. die Gemeine Spinnmilbe überziehen Blätter und Triebe mit feinen Gespinsten.

 

Entwicklung

Trockenheit und Temperaturen von 20 bis 25 °C fördern das Auftreten und die Vermehrung von Spinnmilben. Unter diesen Bedingungen dauert die Entwicklung vom Ei über mehrere Larvenstadien zum erwachsenen Tier nur ungefähr 9 Tage. Bei kühleren Temperaturen um circa 14 °C verzögert sich die Entwicklung auf etwa 40 Tage. Pro Jahr können unter warm-trockenen Bedingungen bis zu neun Generationen entwickelt werden, was zu einem regelrechten Massenbefall an Spinnmilben führen kann.
Je nach Art überwintern Spinnmilben als erwachsene Tiere (z. B. Gemeine Spinnmilbe) an der Pflanze, unter dem Laub, in Mauerritzen und anderen geschützten Orten, oder es werden Eier zur Überwinterung abgelegt (z. B. Obstbaumspinnmilbe).

 

Maßnahmen

Vorbeugung:

  • Standortwahl & Kontrolle: Trocken-warme Standorte (z. B. südseitige Hauswände) sind für Spinnmilben besonders attraktiv. Werden Pflanzen hier gesetzt, sollten sie unbedingt regelmäßig auf einen Befall kontrolliert werden!
  • Gewächshaus lüften: Regelmäßiges Lüften erhöht die Luftfeuchtigkeit und beugt somit einer starken Vermehrung von Spinnmilben vor.
  • Trockene Heizungsluft vermeiden: Während der Wintermonate fördert Heizungsluft die Entwicklung von Spinnmilben in Wohnräumen. Ausreichendes Lüften erhöht die Luftfeuchtigkeit und beugt somit einem Befall vor.
  • Überwinterungsquartiere kontrollieren: Topf- und Kübelpflanzen im Winterquartier regelmäßig auf überwinternde Schädlingsstadien kontrollieren.
  • Stützstäbe reinigen: Spinnmilben legen ihre Eier zur Überwinterung häufig an Stützstäben ab, daher sollten diese unbedingt im Zuge des Gewächshausputzes mit hohem Druck abgespült werden.

Bekämpfung:

Befallene Pflanzen sollten möglichst rasch behandelt und isoliert werden, um eine weitere Verbreitung der Spinnmilben zu verhindern. Zur Bekämpfung empfehlen sich mehrmalige Spritzungen, beispielsweise mit Substral Celaflor® Schädlingsfrei Careo® Rosenspray** oder Substral Naturen® Bio Schädlingsfrei Obst & Gemüse Konzentrat** an essbaren Kulturen. Durch den enthaltenen Ölanteil dieser Produkte werden neben den erwachsenen Spinnmilben auch die Larven- und Eistadien bekämpft. Im Frühjahr empfiehlt sich der Einsatz von Substral Naturen® Bio Schädlingsfrei Obst & Gemüse Konzentrat**, um überwinternde Schädlingsstadien zu bekämpfen.

Bitte beachten: Spinnmilben halten sich vor allem auf der Blattunterseite auf! Daher ist es wichtig, diese gut zu benetzen.